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Embedded-Servoregler

Motion Chip reduziert Design-Zeit für Motorsteuerungen

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Dedizierte Mikrosysteme reduzieren Design-Risiken

Die motionCookie-Bausteine werden, wie auch die seit langem von Trinamic auf dem Markt verfügbaren Module, mit einer vollständigen Firmware ausgeliefert, wahlweise mit dem proprietären TMCL-Protokoll oder mit einem Industriestandard-Protokoll wie CANopen oder auch CANopen over EtherCAT (CoE). Eine eigene Firmware-Entwicklung und Validierung ist demnach nicht mehr erforderlich.

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Da die Firmware in sich geschlossen ist, entstehen auch keine Risiken durch undurchsichtige Lizenzvereinbarungen für Bibliotheken. Mit der kostenlos verfügbaren TMCL-IDE (TMCL steht für Trinamic Motion Control Language und IDE für Integrated Development Environment) wird dem Entwickler obendrein ein leistungsfähiges Werkzeug zur schnellen Inbetriebnahme und zur Parametrierung der Regelung zur Seite gestellt.

Unterschiedliche Nutzung des Servoreglers

Wie schon die seit 2001 am Markt befindliche TMCM-Modul-Familie bietet die motionCookie-Serie zwei grundlegende Verwendungsarten.

Im Stand-alone-Modus kann der Baustein vorprogrammierte Abläufe ausführen, unabhängig oder beeinflusst von digitalen oder analogen Eingängen. Dazu ist der Baustein mit einem externen EEPROM zu beschalten, damit er in einem TMCL-Skript gespeichert werden kann.

Das gespeicherte Programm wird dann beim Einschalten eingelesen und automatisch ausgeführt. Zur Entwicklung der Programme steht die TMCL-Entwicklungsumgebung zur Verfügung.

Alternativ kann der Baustein auch über einen Feldbus betrieben werden. Wahlweise stehen dazu ein CAN-Interface oder ein integriertes UART (Universal Asynchronous Receiver Transmitter) mit RS232- oder RS485-Schnittstelle zur Verfügung.

Als zusätzliche dritte Option lässt sich der Baustein über SPI (Serial Peripheral Interface) von einem Host-Prozessor ansteuern. So sind Geräte mit mehreren Servo-Achsen leicht realisierbar, ohne die Haupt-MCU weiter zu belasten.

Ergänzend zum TMCL-Protokoll werden spätere Mitglieder der motionCookie-Familie auch mit Industriestandard-Protokoll-Stacks wie CANopen oder CANopen over EtherCAT (CoE) angeboten. Anders als ASICS bieten die neuen motionCookies bereits ab vergleichsweise geringen Stückzahlen die Möglichkeit der Anpassung an die Applikation.

Beginnend mit einer werksseitigen Programmierung der Bausteine mit einem kundenspezifischen TMCL-Programm, die schon bei Stückzahlen von wenigen Tausend Bausteinen pro Jahr möglich sein wird, bis hin zu applikationsspezifischer Firmware oder Protokolloptionen ist eine große Bandbreite an Customization-Optionen denkbar.

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