Monolithischer Linear-Hall-Sensor entspricht Sicherheitsnorm ISO 26262

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Speziell für die höchsten Anforderungsstufe an funktionaler Sicherheit (ASIL D) hat Infineon einen Linear-Hall-Sensor nach der ISO 26262 entwickelt.

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Der Linear-Hall-Sensor XENSIV TLE4999|3 entspricht der Sicherheitsnorm ISO 26262.
Der Linear-Hall-Sensor XENSIV TLE4999|3 entspricht der Sicherheitsnorm ISO 26262.
(Bild: Infineon)

Einen speziellen monolithischen integrierten, linearen Hall-Sensor bringt Infineon mit dem XENSIV TLE4999|3 auf den Markt. Dieser ist vollständig nach der Sicherheitsnorm ISO 26262 für den Automobilbau entwickelt und entspricht der höchsten Anforderungsstufe an funktionaler Sicherheit (ASIL D). Dazu zählen beispielsweise elektrische Lenksysteme, elektrische Drosselklappensystem und Pedalanwendungen.

Der Standard rdert, dass ein System auch dann einwandfrei funktioniert, wenn ein einzelner Fehlerfall auftritt, also ein Baustein ausfällt. So garantiert der Baustein auf Systemebene ein unterbrechungsfreien Betrieb. Der Baustein besteht aus einem einzigen Silizium, auf dem sich zwei unabhängige Hall-Elemente befinden. Ihre Signalpfade sind getrennt voneinander ausgelegt. Interne Kontrollmechanismen führen bereits innerhalb des Bausteins eine Plausibilitätskontrolle der Sensordaten durch.

Darüber hinaus liefert der Linear-Hall-Sensor dem System umfangreiche Statusinformationen. Neben der funktionalen Sicherheit bietet der TLE4999I3 eine hohe magnetische Empfindlichkeit mit einer Fehlertoleranz von weniger als 2%. Die Offsetfehler-Drift des Hauptkanals beträgt maximal 100 µT. Damit ist sie nur halb so hoch wie bei vergleichbaren Produkten. Die Werte dieser Parameter gelten über den gesamten Temperaturbereich und die Produktlebensdauer. Es lassen sich zwei magnetische Bereiche von ±12,5 und 25 mT einstellen, womit sich relativ kleine und damit kostengünstige Magnete einsetzen lassen. Der Baustein verfügt über eine PSI5-Kommunikationsschnittstelle.

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