Verbindungstechnik

Modulares Steckverbindersystem so einfach wie das LEGO-Prinzip

| Redakteur: Kristin Rinortner

Baukastenprinzip: Das modulare Stecksystem ODU MAC funktioniert nach dem LEGO-Prinzip
Baukastenprinzip: Das modulare Stecksystem ODU MAC funktioniert nach dem LEGO-Prinzip (Bild: ODU)

Die von Otto Dunkel entwickelte Drahtfedertechnologie, verbunden mit einem modularen Konzept bildet eine unschlagbare Kombination, die in unterschiedlichen Applikationen verwendet werden kann.

Der ODU-MAC gehört zu den anwenderfreundlichsten Steckverbindermodulen in der Medizin-, Mess- und Prüftechnik, Energie- und Automobiltechnik oder Industrieelektronik. „In diesen Bereichen müssen Steckverbindungssysteme die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen. Bei den Recherchen auf dem Markt stoßen die Entwickler dieser Anwendungen auf eine unglaubliche Vielfalt von Lösungen. Sie müssen sich durch Kataloge wälzen, mit vielen verschiedenen Herstellern in Kontakt treten, Spezifikationen abgleichen und die Schnittstellen sauber im eigenen System integrieren“, erläutert Bernhard Säckl, der seit November 2013 das Produktmanagement des modularen Steckverbindersystems bei ODU verantwortet.

„Unser ODU-MAC verkürzt diesen Prozess erheblich, er funktioniert so einfach wie
LEGO.“ Durch die flexible Modulbauweise können sich Kunden wie aus einem Baukasten bedienen und Elemente für Signale, Hochstrom, Hochspannung, BUS-Übertragungen, Lichtwellenverbindungen, koaxiale und triaxiale Module, Pneumatik- und Hydraulikanschlüsse frei wählen und kombinieren. „Somit wird aus dem drohenden Kabelsalat mit vielen Steckern eine effektive und ansprechende Verbindung, die an Funktionalität nicht zu überbieten ist“, führt der Betriebswirt Säckl weiter aus.

Das Steckverbindersystem gibt es in zwei Grundformen: im Aluminium-Rahmen als Andockvariante oder als Gehäuselösung für die manuelle Bedienung. Die Andockvariante wird in erster Linie bei automatischen Prüfstraßen und -ständen eingesetzt, aber auch in auswechselbaren Anwendermodulen, wie zum Beispiel in Schaltschrankeinschüben. Die Gehäuselösung kommt an allen Schnittstellen zum Einsatz, bei denen ein oder mehrere Kabel mit dem Gerät verbunden werden.

Kompakt und sicher mit Drahtfederkontakt

Die meisten der Module im Baukasten basieren auf der Drahtfedertechnologie ODU SPRINGTAC. Diese erlaubt höchste Kontaktsicherheit auch beim Einsatz unter erhöhter Vibration, zum Beispiel an Motorenprüfständen. Darüber hinaus ermöglicht die Technologie hohe Steckzyklen: Bis zu 100.000 Zyklen bei stabilen Übergangswiderständen garantiert das System, etwa im Einsatz an Prüfstraßen.

„Aus Kundenberichten geht sogar hervor, dass der ODU-MAC im Aluminium-Andockrahmen teilweise schon seit über einer Million Steckzyklen im Einsatz ist und keine Ausfallerscheinungen zeigt“, erzählt Säckl.

Durch den sehr kompakten Gesamtaufbau und die platzsparende und einfache Kontaktbefestigung im Clip-Prinzip wird nach Säckls Angaben die höchste Poldichte auf kleinstem Raum erreicht, die auf dem Markt für modulare Steckverbinder zu finden ist.

Auf einer Kontaktfläche von 30 mm × 152 mm können bei Verwendung des kleinsten Moduls 600 Signalkontakte untergebracht werden. Auch alle weiteren Module sind speziell auf platzsparendes Design ausgelegt.

Die Verriegelung bei Gehäusesteckern

Standardgehäuse verfügen bei diesem System über zwei Grundvarianten. Die in der Industrie übliche Längsbügelverriegelung sowie die speziell vom Unternehmen entwickelte Spindelverriegelung. Vor allem die Spindelverriegelung zeichnet sich durch eine einfache Handhabung aus. Ohne großen Kraftaufwand werden damit selbst höchstpolige Steckverbinder leichtgängig und fühlbar verriegelt.

Die Spindel ist für enge Steckbereiche geeignet, da man nur geringen Spielraum links und rechts der Schnittstelle benötigt. Auch in Verbindung mit applikationsspezisch entwickelten Gehäusen kann die Spindelverriegelung ihre Vorteile ausspielen.

Die Anwendungen in Klima- und Temperaturtestschränken oder in Motorenprüfständen, in der serienbegleitenden Produktprüfung von Mobiltelefonen oder in Autoradios sowie in der Bahntechnik zeigen die Flexibilität des Steckverbindersystems.

„Neue Anforderungen, die zum Beispiel aus dem ständigen Fortschritt im Bereich der Datentechnik resultieren, setzen wir permanent in neue Steckverbindermodule um. Dies ist notwendig und selbstverständlich, um Verbindungstechnik-Lösungen mit höchster Zuverlässigkeit und Qualität auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zu gewährleisten“, so Säckl.

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