IT-Infrastrukturen Modulare Rechenzentren: Effizient, kostengünstig, skalierbar und umweltfreundlich

Autor / Redakteur: Astrid Hennevogl-Kaulhausen * / Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Modulare Rechenzentren – ist das nur ein neues Hype-Thema, also alter Wein in neuen Schläuchen? Was unterscheidet modulare Rechenzentren von herkömmlichen Ansätzen, und welche konkreten Vorteile bringen sie den Unternehmen? Wie müssen Rechenzentren heute konzipiert werden, damit sie auch in Zukunft die geforderte Leistung erbringen können?

Ein modulares Rechenzentrum: alle Komponenten wie Kühlungs-, Stromversorgungs- und Energiemanagementsysteme in Bausteine und Module unterteilt.
Ein modulares Rechenzentrum: alle Komponenten wie Kühlungs-, Stromversorgungs- und Energiemanagementsysteme in Bausteine und Module unterteilt.
(Bild: Delta)

Steigende Anforderungen an Rechenzentren stoßen bei herkömmlichem Design schnell an die Grenzen. Nicht zuletzt verlangen Cloud Computing, Big Data und das Internet der Dinge mehr neue Rechenzentren mit erheblich höherer Leistungsfähigkeit und Flexibilität.

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Herkömmliche Rechenzentren arbeiten im Prinzip seit vielen Jahren zuverlässig – wenn es um die Aufgaben geht, für die sie angelegt wurden. Ihre Nachteile zeigen sich jedoch, wenn im Lauf der Jahre immer mehr Anwendungen und Projekte hinzukommen. Erweiterungen und Bereitstellen neuer Anwendung sind aufwändig und dauern sehr lange, weil die Dichte integraler Rechenzentren gering ist und die Server an Zusatzmodule wie Stromversorgung oder Kühlung gekoppelt sind. Und bei immer mehr leistungsfähigen Systemen im Rechenzentrum kommen die Stromversorgung und Kühlungen nicht mehr nach.

Es muss aber nicht nur in weitere Stromversorgung und Kühlung investiert werden, sondern auch in mehr Managementsoftware, um die steigende Komplexität zu bewältigen. Hinzu kommt: Die Auswirkungen vieler kleinerer Veränderungen auf die Gesamtanlage sind oft schwer kalkulierbar – sowohl was Performance, Sicherheit und Stabilität als auch Kosten anbelangt.

Aber nicht nur die Struktur eines Rechenzentrums ist heute komplexer als früher, auch die Ansprüche an die Leistung und Services eines Rechenzentrums haben sich geändert.

So geht es längst nicht mehr nur um die zuverlässige Verfügbarkeit der Anwendungen. Die neuen Anforderungen reichen von einfachen und kurzen Planungsphasen über schnelle Bereitstellung von Anwendungen und unterbrechungsfreier Skalierung im laufenden Betrieb bis hin zu mehr Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.

Das modulare Rechenzentrum entspricht diesen Anforderungen und löst viele der genannten Probleme beziehungsweise lässt sie erst gar nicht aufkommen. Modulare Rechenzentren sind zum einen energie- und kosteneffizient, zum anderen lassen sie sich schnell bereitstellen und unterbrechungsfrei skalieren. Denn in einem modular konzipierten Rechenzentrum sind alle Komponenten wie beispielsweise Kühlungs-, Stromversorgungs- und Energiemanagementsysteme in Bausteine und Module unterteilt. Jeder Bereich des Rechenzentrums ist entsprechend seiner Größe, Last und Konfiguration nach einem einheitlichen Standard ausgelegt. So lässt sich ein störungsfreier, voneinander unabhängiger Betrieb ohne geteilte Ressourcen sicherstellen.

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