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Allgemeinbeleuchtung Modulare OLED-Leuchtenfamilie komplett aus Glas

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein warmes und gleichmäßiges Licht und eine flache Bauform: Das sind die großen Vorteile der OLED. Ein Frankfurter Unternehmen hat mit der OMLED One eine Leuchtenserie entwickelt, die komplett aus Glas ist und in Deutschland gefertigt wird.

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Eine OLED-Kachel: Bei der OMLED One sind Platine und Bedienelement aus Glas.
Eine OLED-Kachel: Bei der OMLED One sind Platine und Bedienelement aus Glas.
(Bild: OMLED/David Mertl)

Die Vorteile von der OLED in der Allgemeinbeleuchtung liegen auf der Hand: sie sind energiesparsam und erzeugen ein angenehmes natürliches Licht. Zudem sind OLEDs sogenannte Flächenstrahler, die Räume und Objekte gleichmäßig beleuchten. Im Gegensatz zum punktförmigen Licht einer LED strahlt eine OLED immer als Fläche. Durch die sehr flache Bauweise eignet sich die OLED sehr gut, dass sie mit anderen Materialien im Verbund zusammengebracht wird. Hinzu kommt, dass sich auch biegsame, sogenannte flexible OLEDs auf ein Kunststoffsubstrat herstellen lassen, die sich beispielsweise auf gebogenen Flächen wie auf einem Automobil integrieren lassen. Daher sehen Experten die Zukunft für OLED-Licht vor allem in Anwendungen wie Möbel, in der Architektur oder in Fahrzeugen.

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Gerade für die Beleuchtung kommen immer wieder neue Leuchten auf den Markt. Das in Frankfurt am Main beheimatete Unternehmen emdedesign hat die OLED-Leuchtenserie „OMLED One“ entwickelt, die komplett in Deutschland gefertigt wird. Die Serie wird als Steh-, Tisch-, Schreibtisch- und Pendelleuchte angeboten und benötigen keinen Kühlkörper und keine Diffusoren oder Reflektoren, damit das Licht nicht blendet. Hinter emdedesign steht der Unternehmer und Lichtdesigner Thomas Emde.

Das Gehäuse der OLED-Leuchte ist gleichzeitig Platine und Bedienelement aus Glas. Erreicht wird das durch ein in Deutschland entwickelten und patentierten Verfahren, bei dem Leiterbahnen, elektronische Bausteine, Kontakte und eine Schaltung zum dimmen des Lichts auf Weißglas aufgebracht werden.

Neben der flachen Bauform lassen sich mit den OLED-Leuchten verschiedene Farbtemperaturen (Kelvin) erzeugen. Die OMLED One wurde bewusst als Licht zum Wohlfühlen und Entspannen konzipiert und daher mit OLED-Panels mit warmweißer Lichttemperatur ausgestattet. Es gibt aber auch OLED-Panels mit 4000 K, deren neutralweißes Licht sich sehr gut zum Arbeiten eignet.

Künftig eine Lichtausbeute von 100 lm/W

Der Lichtstrom beschreibt die Strahlung, die Lichtquellen in Form von sichtbarem Licht abgeben. Er wird in Lumen (lm) gemessen. Bei gleicher Leistung (W) besitzt ein LED-Leuchtmittel einen 7- bis 8-fach höheren Lichtstrom als eine Glühbirne. Der Lichtstrom der OLED liegt mit 3000 Lumen zwischen diesen Werten. Setzt man den Lichtstrom eines Leuchtmittels ins Verhältnis zur Leistung, ergibt sich ein Wert für die Effizienz: die Lichtausbeute. Die Entwicklung bei der LED hat die Messlatte in diesem Punkt sehr hoch gelegt. LEDs erreichen heute die 9- bis 10-fache Lichtausbeute einer Glühbirne. Die OLED hat mittlerweile die bereits hohe Effizienz einer Energiesparlampe erreicht. In Zukunft wird sie mit dem Stand der heutigen LED gleichziehen. Dann wird auch bei OLEDs eine Lichtausbeute von 100 lm/W möglich sein.

Wie LEDs verfügen OLEDs über eine hohe Lebensdauer. Bei der OMLED One beträgt die Nutzungslebensdauer 30.000 Stunden bei 70 Prozent Lichtstrom. Danach kann die Leuchtkraft auf unter 70 Prozent des Ursprungswerts absinken. Die Leuchte muss dann allerdings nicht auf dem Müll landen, denn die verwendeten modularen OLED-Panels können ausgetauscht werden.

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