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Wearables in der Medizin Moderne Hörsysteme sind bestens vernetzt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wearables gelten als schick, sind aber meist nur eine nette Spielerei. Moderne Hörsysteme hingegen erfüllen einen praktischen Nutzen. Alle Hörsysteme funktionieren drahtlos und sind vernetzt.

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Moderne Hörgeräe lassen sich durchaus als Wearable bezeichnen. Sie arbeiten drahtlos und passen sich ihrem Träger an.
Moderne Hörgeräe lassen sich durchaus als Wearable bezeichnen. Sie arbeiten drahtlos und passen sich ihrem Träger an.
(Bundesverband der Hörgeräte-Industrie)

Wearables sollen vor allem eines sein, nämlich praktisch. Bekannte Wearables sind die Smart Watch von Samsung oder Google Glass. Also technische Geräte, die direkt am Körper getragen werden und meistens mit Sensoren und Displays ausgestattet sind. Doch auch Hörsysteme fallen in die Kategorie der Wearables: Die modernen Hörsysteme verfügen über die technische Möglichkeit, sich mit anderen Geräten zu vernetzen, sei es mit einem Telefon oder Fernseher, und werden direkt am Körper getragen.

Mit diesen Funktionen sind sie im Alltag kleine starke Helfer, mit denen die Lebensqualität von Menschen, die nicht mehr optimal hören, deutlich verbessert wird. Diese Features gehen damit weit über die primäre Funktion von Hörsystemen hinaus, nämlich die Angleichung des Hörvermögens. Neben Störgeräuschunterdrückung, Lautstärkeregelung und integriertem Mikrofon verfügen die Systeme über Anbindung an elektronische Geräte, so genannte Consumer Electronics, via Wireless-Technologien. Damit wird die Lebensqualität nicht nur in alltäglichen Situationen gesteigert, sondern es werden auch neue Anwendungsszenarien geschaffen.

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Verschiedene Wege der drahtlosen Übertragung

In den Hörsystemen ist eine Empfangseinheit integriert, die Signale annehmen und weitersenden kann. Das funktioniert mit der so genannten Near Field Magnetic Induction Technology (NFMI) in Kombination mit Bluetooth. NFMI-Systeme funktioniert über eine Übertragungsenergie, die über eine Schnittstelle Signale von einem Fernseher an das Hörsystem überträgt. Solche Schnittstellen können Streamer, also eine Art Fernbedienung, sein, die am Körper getragen werden. Der Vorteil dieser Technik liegt in der einfachen Implementierung und langen Batterielebensdauer.

Bis zu fünf Endgeräte können hier parallel mit den Hörsystemen verbunden sein. So können die Audiosignale von Handy, Festnetztelefon, MP3-Player, Fernseher und einem Zusatzmikrofon über einen Streamer gehört werden. Allerdings sind Zusatzgeräte wie ein Streamer notwendig. Einige Hersteller verwenden auch Funk-Techniken.

Im Gegensatz zur NFMI-Technink wird bei der Übertragung via Funk das Signal direkt in das Hörsystem vermittelt und benötigt somit kein Zusatzgerät mehr. Jedoch erfordert diese Technologie einen höheren Batterieverbrauch und die notwendige Konfiguration der Endgeräte wie Fernseher oder Smartphone, die mit dem Hörsystem kompatibel sein müssen.

Mit diesen beiden Techniken haben Anwender die Möglichkeit je nach Vorliebe zu entscheiden, ob sie lieber eine Übertragung mit einem Zusatzgerät wie einem Streamer nutzen, oder ob sie die Direktübertragung via Funk bevorzugen. Beide Wireless-Techniken sorgen dafür, dass Hörsysteme winzige Computer sind, die eine direkte und schnelle Verbindungen zu Fernsehern, Computern, MP3-Playern und Smartphones herstellen können und über größere Entfernung störungsfrei Signale übertragen. Die Hörsysteme können auch untereinander kommunizieren und sind damit nicht mehr nur passive Geräte, sondern agieren auch aktiv.

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