MMR: Gehäusesystem mit dreifacher Portdichte spart Ressourcen

Redakteur: Kristin Rinortner

Colocation- und Carrier-neutrale Rechenzentren beherbergen oft Dienste von mehreren Betreibern. RZ-Kunden nutzen dabei sogenannte Meet-Me-Rooms (MMR), um sich mit einem oder mehreren Carriern zusammenzuschalten oder Querverbindungen herzustellen. Das kleine Verteilergehäuse DN-ODF könnte dabei Standard-Racks ersetzen.

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Meet-Me-Rooms: Das Verteilergehäuse DN-ODF eignet sich nicht nur für den MMR, sondern auch als zentrale Patchlokation im Rechenzentrum.
Meet-Me-Rooms: Das Verteilergehäuse DN-ODF eignet sich nicht nur für den MMR, sondern auch als zentrale Patchlokation im Rechenzentrum.
(Bild: Rosenberger OSI)

Der Spezialist für faseroptische Verkabelungen Rosenberger OSI bietet nun auch Lösungen für Meet-Me-Rooms in Rechenzentren an. Ein Meet-Me-Room (MMR) ist ein physischer Raum innerhalb eines Colocation-Rechenzentrums oder Carrier-neutralen Rechenzentrums, der sozusagen die Verbindung zur Außenwelt darstellt.

Um die von außen kommenden Kabel an das lokale Rechenzentrumsnetz anzubinden, können 19-Zoll-Verteillösungen, Muffen oder Verteilerrahmengestelle im 600-mm-ETSI-Format genutzt werden. Für die Verkabelung dieser Räume ist das Verteilsystem DN-ODF (Data Network Optical Distribution Frame) geeignet, welches das Konzept der Glasfaser-Hauptverteiler (GFHVT) aufnimmt.

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Herausforderung für die Platzverwaltung im Rechenzentrum

Obwohl das Konzept und die Praxis der Nutzung eines MMR nicht neu sind, ist die anfängliche Schaffung und Verwaltung dieser Räume im Laufe der Zeit zu einer ernsthaften Herausforderung für die Betreiber geworden. Aufgrund einiger unzulänglicher Praktiken und fehlender Baustandards kam es mitunter vor, dass die Server des bevorzugten Netzbetreibers von neuen Kunden aufgrund physischer/örtlicher Herausforderungen nicht im MMR installiert werden konnten.

„Platz ist die wertvollste knappe Ressource im Rechenzentrum und Standard-Verkabelungsracks benötigen viel Platz. In den letzten 100 Jahren Telekommunikationsgeschichte haben sich die Grundprinzipien des Hauptverteilers bewährt und evolutionär weiterentwickelt: Die logisch nächste Evolutionsstufe der zentralen Verkabelungslösungen für Rechenzentren, Campus und Gebäude ist der platzsparende DN-ODF“, so Ronny Mees, Produktmanager bei Rosenberger OSI. Der DN-ODF eignet sich nicht nur für den Meet-Me-Room sondern auch als zentrale Patchlokation im Rechenzentrum.

Extrem hohe Packungsdichte

Das Verteilsystem fungiert als eine hochdichte (High Density) Patchlocation mit bis zu 2160 LCD-Ports pro Gestell für Glasfaserkabel in Rechenzentren. Außerdem kann der DN-ODF als Übergabepunkt für Netzübergänge (Meet-Me-Room) z.B. in Colocation-Rechenzentren, als Hauptverteilerschrank, Zwischenverteilerschrank oder Zonenverteilerschrank nach EN50173-3 mit extrem hoher Packungsdichte in Rechenzentren und IT-Räumen eingesetzt werden.

Vorteile gegenüber 19-Zoll-Racks

Für die Installation des Verteilsystems spricht laut Mees unter anderem, dass im Gegensatz zu Standard-Racks die ansonsten nicht nutzbare Fläche an Wänden genutzt werden kann. Bei Bedarf kann die Lösung auch mit zwei oder mehr Reihen-Hauptverteilern „Back-To-Back“ mit geringer Gesamttiefe verwendet werden. Zudem bietet der DN-ODF bis zu dreifache Portdichte pro RZ-Fläche im Vergleich zu herkömmlichen Verkabelungsschränken.

Auch die Bedienung gestaltet sich benutzerfreundlicher, da sämtliche Aktionen – wie auch die Montage – von der Vorderseite her möglich sind. Alle Anschlüsse und Kabel sind zudem problemlos erreichbar. Das System eignet sich sowohl für Patch- als auch für Spliceverbindungen und kann auch optional an Dachverkabelungslösungen angebunden werden. „Mit unserer Lösung sind wir nicht nur platzsparend, sondern auch baulich flexibel und treiben damit den wichtigen Trend voran, die Raumnutzung in Rechenzentren weiter zu optimieren“, erläutert Mees.

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