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Studie zum Einsatz von Ingenieur- und Personaldienstleistern Mittelstand nutzt Fachkräftepotenzial von Ingenieur- und Personaldienstleistern nur zögerlich

| Redakteur: Claudia Mallok

Mittelständische Unternehmen zögern noch Ingenieur- und Personaldienstleister einzusetzen. Zu diesem eindeutigen Resultat kommt eine deutschlandweit angelegte, repräsentative Marktstichprobe zum Einsatz von Ingenieur- und Personaldienstleistern von Brunel und Lünendonk.

Dr. Ralf Napiwotzki, Brunel Deutschland: „Im Vergleich zu Konzernen sind die Vorbehalte mittelständischer Unternehmen gegenüber externen Partnern größer.“
Dr. Ralf Napiwotzki, Brunel Deutschland: „Im Vergleich zu Konzernen sind die Vorbehalte mittelständischer Unternehmen gegenüber externen Partnern größer.“
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Mittelständler schätzen die Flexibilität und das Know-how von Ingenieur- und Personaldienstleistern“, erklärt Dr. Ralf Napiwotzki, General Manager von Brunel Deutschland. Allerdings würden sie dieses Arbeitsmodell noch nicht in vollem Maße für die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit nutzen. Zwar hat jedes zweite befragte mittelständische Unternehmen bereits mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet – allerdings nur in begrenztem Umfang und in erster Linie zur Überbrückung personeller Engpässe oder zur Bewältigung von Auftragsspitzen.

„Wirtschaftliches Potenzial wird somit verschenkt“, erläutert der promovierte Wirtschaftswissenschaftler. Hintergrund der Studie ist das Anliegen Brunels, die Bedürfnisse aber auch Vorbehalte mittelständischer Unternehmen in Bezug auf externe personelle Unterstützung noch besser kennen zu lernen, „um gemeinsam mit ihnen noch nicht genutzte unternehmerische Möglichkeiten zu ermitteln und zu nutzen.“

Kostenbewusstsein, Know-how-Zugewinn und Wunsch nach Flexibilität

Thomas Lünendonk: Die Lünendonk GmbH in Kaufbeuren hat für die Studie über 130 Unternehmen mit 20 bis 1000 Mitarbeitern aus Maschinenbau, Energie- und Elektrotechnik, Automobilindustrie, IT und Telekommunikation befragt (Archiv: Vogel Business Media)

Die von Brunel beauftragte unabhängige Lünendonk befragte mehr als 130 Unternehmen mit 20 bis 1.000 Mitarbeitern aus technischen Branchen wie Maschinenbau, Elektro- und Energietechnik, Automobilindustrie sowie IT und Telekommunikation. Grundsätzlich, so Dr. Ralf Napiwotzki, sei eine Diskrepanz zu erkennen zwischen Unternehmen, die schon mit Ingenieur- und Personaldienstleistern zusammengearbeitet haben und solchen, die noch keinen externen Partner beauftragten.

So zeigt die Untersuchung, dass die Unternehmen ohne Erfahrungen mit Ingenieur- und Personaldienstleistungen hohe Kosten, fehlende interne Betriebskenntnis und mangelnde Identifikation mit dem Kundenunternehmen vermuten. Ein anderes Bild zeichnen dagegen die Antworten der Unternehmen, die bereits mit einem Dienstleister zusammenarbeiten: „Ihre Erfahrungen widerlegen die genannten vermuteten Nachteile“, fasst Dr. Napiwotzki zusammen. Zwar ist das Kostenbewusstsein auch hier ausgeprägt, im Vordergrund stehen jedoch die Vorteile: Die flexible Bewältigung von Auftragsspitzen sowie das zusätzliche Know-how, das die externen Spezialisten entlang der gesamten Prozesskette in das Unternehmen einbringen.

Die Ergebnisse der Erhebung sind in 11 Folien in der Bildergalerie zusammengefasst:

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

Um das Management Summary der Studie als 2-seitiges PDF herunterzuladen, klicken Sie bitte hier: Management Summary - Einsatz von Ingenieur und Personaldienstleistern

Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen von Brunel

„Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Erfahrungen im gesamten Bundesgebiet“, so der General Manager, „unsere Flexibilität wird geschätzt, ebenso die hohe Qualifikation unserer Spezialisten.“ Allerdings stellen auch die deutschlandweit 33 Brunel Standorte fest, dass die Vorbehalte mittelständischer Unternehmen gegenüber externen Partnern im Vergleich zu Konzernen größer sind. „Ingenieur- und Personaldienstleister sind dort eher als Treiber von Innovationen etabliert und in die strategische Ressourcenplanung eingebunden“, erklärt Dr. Ralf Napiwotzki und betont: „Die Studie fordert uns also zum Handeln auf.“

Noch würde ein Großteil der mittelständischen Unternehmen eher aus personalpolitischen und weniger aus unternehmenspolitischen Gründen auf die ergänzende Unterstützung setzen. „Dabei ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften in ganz Deutschland nach wie vor akut“, so Dr. Napiwotzki. „Diese Rückmeldung bekommen wir regelmäßig in Gesprächen mit Unternehmensvertretern.“ Mit einem internationalen Netzwerk verfüge Brunel über eben jene Spezialisten sowie über Erfahrungen im Recruiting: „Die mittelständischen Unternehmen über die Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Ressourcenplanung zu informieren, betrachten wir daher als eine bedeutende Aufgabe.“

„Mittelständler sind wichtig für den Standort Deutschland“

Dr. Napiwotzki: „Der wirtschaftliche Erfolg der mittelständischen Unternehmen ist ungemein wichtig – sowohl für einzelne Regionen als auch für den gesamten Standort Deutschland. Sie sind ein wichtiger Arbeitgeber, bilden junge Menschen aus und bieten so berufliche Perspektiven. Darüber hinaus sorgen sie für ein wirtschaftliches Vorankommen und steigern die Bekanntheit der Bundesrepublik über die Landesgrenzen hinaus.“ Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Ausland sowie des anhaltenden Fachkräftemangels müssten nun gemeinsam neue Wege beschritten werden.

Nach ihren wichtigsten Zielen für die nächsten zwei Jahre befragt, antworteten die meisten Unternehmen: Die eigene Marktposition behaupten, Marktanteile ausbauen und neue Technologien entwickeln. „Und um eben diese Ziele in einer globalisierten, sich zum Teil rasant verändernden Wirtschaft zu erreichen, sind aus unserer Sicht enge Kooperationen und geplante, aber flexible und kreative Arbeitsmodelle grundlegend“, fasst der General Manager von Brunel Deutschland zusammen.

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