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Mit Stromspar-SoC und Bluetooth: Schmuckring als Fitness-Tracker

| Redakteur: Michael Eckstein

PSoC-6-BLE-Mikrocontroller ermöglicht Vitaldaten-Verarbeitung und Datenkommunikation in miniaturisierten Designs.

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Schmucker Ring: In diesem Hightech-Gadget sind Sensoren, Akku, Flash, Stromspar-Prozessor und BLE-5.0 integriert.
Schmucker Ring: In diesem Hightech-Gadget sind Sensoren, Akku, Flash, Stromspar-Prozessor und BLE-5.0 integriert.
(Bild: Cypress)

Ein Ring, sie alle zu binden: Das 2013 gegründete finnische Technologieunternehmen Oura Health hat einen smarten Schmuckring vorgestellt, der nicht nur hübsch ausschaut, sondern auch Vitaldaten seines Trägers/seiner Trägerin aufnimmt, vorverarbeitet und per Bluetooth an die Fitness-App auf dem Smartphone sendet. So sollen Nutzer Schlaf- und Erholungsphasen sowie Aktivitäten verfolgen können. Ein Akkuladung soll bis zu sieben Tage halten.

Im Mini-Maschinenraum des schlanken Gadgets führt ein PSoC-6-BLE-Mikrocontroller (MCU) von Cypress Regie. Die flexibel einsetzbare Dual-Core-MCU kann nach Aussagen des Unternehmens mit dem industrieweit geringsten Stromverbrauch punkten – zumindest für eine MCU mit integrierter „Bluetooth Low Energy“-(BLE)-Technik. Diese ermöglicht die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen.

Per BLE 5.0 erfolgt nicht nur die Datenübertragung zur Oura-App: Bei Bedarf lässt sich darüber auch die Firmware aktualisieren (OTA, Over the Air). Zusätzlich soll der in der MCU integrierte Flash-Speicher ausreichen, um die Daten von bis zu sechs Wochen zwischenzulagern.

(Bild: Oura Health)

Integrierte „CapSense“-Sensortechnik ermöglicht Touch-Bedienung

Ebenfalls integriert hat Cypress seine kapazitive Sensor-Technologie „CapSense“. Diese ermöglicht den Aufbau von Bedienschnittstellen, die Touch-sensitiv sind und eine Gestensteuerung unterstützen. Zum Realisieren ihrer Ideen können Firmen die integrierte Entwicklungsumgebung von Cypress nutzen.

Cypress hat seine PSoc-6-MCU auf Basis eines Dual-Core-Cortex-M4 sowie der Cortex-M0+-Architektur von Arm entwickelt. Der Chip entsteht im „Ultra-Low-Power“-40-nm-Prozess. So gerüstet, „erreicht der Oura-Ring mehr als die dreifache Laufzeit bei zehnfacher Rechenpower gegenüber seinem nächsten Konkurrenzprodukt“, freut sich Petteri Lahtela, CEO und Mitgründer von Oura Health. Zudem sei sein Ring nur halb so groß.

Mit der PSoC-6MCU wolle man Firmen die Möglichkeit bieten, innovative Internet-of-Things-Produkte zu entwickeln, sagt John Weil, Vice President des MCU-Geschäftsbereichs von Cypress: „Der neue Oura-Ring ist ein gutes Beispiel dafür, was möglich ist.“

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