Vierrad-Solarauto Mit Sonnenenergie 3.000 Kilometer durch das Outback

Redakteur: David Franz

Das "Nuon Solar Team" der TU Delft stellte sein erstes Vierrad-Solarauto vor. "Nuna7" wird im Oktober bei der World Solar Challenge, Australiens härtestem Solarrennen, das Outback mit 3.000 Kilometern Länge durchqueren.

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Seit Mitte 2012 war ein Team von 16 Studenten der TU Delft an der Planung und dem Bau des Nuna7 Solar-Autos beteiligt.
Seit Mitte 2012 war ein Team von 16 Studenten der TU Delft an der Planung und dem Bau des Nuna7 Solar-Autos beteiligt.
(Hans-Peter van Velthoven/TU Delft)

Seit 2001 hat das "Nuon Solar Team" viermal gewonnen und belegte zweimal den zweiten Platz. In diesem Jahr fordern neue Wettbewerbsregeln ein Vierrad-Solarauto. So musste das Team der TU Delft ihr bewährtes Dreirad-Design überarbeiten.

Das Nuna7 unterscheidet sich allerdings nicht nur durch die Anzahl der Räder vom Vorgängermodell. Das Solarauto wiegt lediglich 150 kg und kann so eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h erreichen. Der Fahrer sitzt nicht mehr in der Mitte, sondern an der Seite, zwischen Vorder- und Hinterrad. Für den Antrieb des 450 cm langen Autos sorgen 6 m2 Silizium-Solarzellen.

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Erstmals ist der Solar-Kapitän weiblich

"Die World Solar Challenge wird in diesem Jahr besonders spannend. Durch die neuen Vorschriften mussten wir unsere Solar-Auto-Konzeption der vergangenen sechs Nunas verwerfen", erklärte Marlies Hak, erster weiblicher Kapitän des Nuon Solar Teams.

Emissionsfrei im australische Outback überleben

Bei der World Solar Challenge dürfen ausschließlich von Solarengie angetriebene Fahrzeuge teilnehmen. Alle zwei Jahre findet dieses Solar-Duell statt, in diesem Jahr starten die Teams am 6. Oktober von Darwin aus.

Das 3.000-Kilometer-Rennen durch das Outback endet am 13. Oktober in Adelaide. Da die Solar-Autos auf öffentlichen Autobahnen fahren, müssen sich die Teams sowohl an Geschwindigkeitsbegrenzungen als auch an die Straßenverkehrsordnung Australiens halten.

Täglich beginnt der Wettkampf um 8 Uhr morgens und endet allabendlich um 17 Uhr. Die Teams werden ihr Nachtlager dann am Straßenrand aufschlagen. Diese Zwangspausen machen die Wolrd Solar Challenge nicht nur zu einem Rennen, sondern auch zu einem Überlebenstraining in der Wüste.

Bei der diesjährigen World Solar Challenge werden 48 Studenten-Teams aus 26 Ländern teilnehmen.

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