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Automatisierte Prüfsysteme Mit softwaredefinierten Messgeräten schneller zum Erfolg

| Autor / Redakteur: Richard McDonell* / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Automatisierte Prüfanwendungen werden zunehmend von softwaredefinierten Messgeräten bestimmt. Ingenieure und Wissenschaftler nutzen in der Forschung und bei der Entwicklung anwenderdefinierter Mess-, Steuer- und Regelsysteme softwaredefinierte Messgeräte. Wir zeigen Ihnen, warum die so genannten virtuellen Instrumente so erfolgreich sind.

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So individuell wie der Mars Rover sind auch die Prüf- und Überwachungssysteme für ihn. Softwaredefinierte Messgeräte helfen bei der Entwicklung.
So individuell wie der Mars Rover sind auch die Prüf- und Überwachungssysteme für ihn. Softwaredefinierte Messgeräte helfen bei der Entwicklung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit softwaredefinierten Messgeräten werden einmalige Anwendungen in vielen Fällen überhaupt erst möglich, da nur sie die Systemanforderungen erfüllen. Die Entwickler des ersten Mars Rover konnten beispielsweise nicht einfach eine Artikelnummer in einem Katalog nachschlagen und ein Prüf- und Überwachungssystem für Weltraumfahrzeuge bestellen. Stattdessen bauten sie auf die Flexibilität softwaredefinierter Messgeräte, um die spezifischen Datenerfassungs- und Steueralgorithmen zu entwickeln, die für ein solches System nötig waren.[1]

In Bezug auf den Test moderner elektronischer Geräte ähneln die Bedürfnisse von Anwendern denen der Entwickler des Mars Rover heute immer mehr. Zwar sind Weltraumfahrzeuge nicht ganz so allgegenwärtig wie iPhones und Wii-konsolen, doch müssen softwarezentrierte elektronische Geräte der neuesten Generation aufgrund der unzähligen einzigartigen Design- und Testanforderungen nicht weniger flexibel sein als Raumsonden.

Elektronische Geräte sind meist komplexe Rechenmaschinen mit leistungsstarken Embedded-Prozessoren als Herzstück. Darum etablieren sich softwaredefinierte Geräte als neuer Standard, und das aus gutem Grund. Mit softwaredefinierten Geräten können Anwender die Wiederverwendbarkeit ihrer Designs verbessern, indem sie ganze Produktreihen aus ein und demselben Hardwaredesign entwickeln. Dies sorgt für eine kürzere Markteinführungszeit, da weniger Durchläufe nötig sind.

Schnellere Designzyklen problematisch

Außerdem werden Designfehler behoben, da neue Softwareupdates mit nur einem Klick heruntergeladen werden können. Die größte Herausforderung, der Design- und Prüfingenieure heute gegenüberstehen, besteht jedoch darin, mit den immer schnelleren Designzyklen und sich stetig ändernden Prüfanforderungen Schritt zu halten.

Das Wachstum der softwaredefinierten Messgeräte reflektiert die Nachfrage nach mehr Flexibilität und einem höheren Grad an Automatisierung in Elektronikdesign und -produktion. Ingenieure können es sich nicht mehr leisten, Verzögerungen in ihren Produktentwicklungszyklen zuzulassen oder, während Hersteller traditioneller Messgeräte ein neues Gerät für den Test des neuesten Wireless-Standards entwickeln, durch den hardwaredefinierten Charakter eines Stand-alone-Messgeräts eingeschränkt zu werden. Stattdessen müssen sie heute so flexibel sein, dass sie alle ihre Tests mit einem gemeinsamen Instrument durchführen und ihre eigenen Algorithmen, so wie vom jeweiligen softwaredefinierten Prüfling gefordert, anwenden können.

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