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Mit Smart-Home-Technik das Haus vor einem Einbruch schützen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Licht simuliert die Anwesenheit von Bewohnern oder Sensoren an Türen und Fenstern: Mit Smart-Home-Komponenten ist es möglich, Einbrecher abzuschrecken.

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Licht ist ein wesentlicher Schutz vor Einbrechern. Wird die Beleuchtung im Smart Home elektronisch gesteuert, lässt sich die Anwesenheit der Bewohner simulieren.
Licht ist ein wesentlicher Schutz vor Einbrechern. Wird die Beleuchtung im Smart Home elektronisch gesteuert, lässt sich die Anwesenheit der Bewohner simulieren.
(Bild: Clipdealer)

Werden die Tage kürzer, nehmen auch die Wohnungseinbrüche wieder zu. Entgegen der landläufigen Meinung, Einbrüche passierten überwiegend nachts und in der Urlaubszeit, wird laut den Statistiken des Bundeskriminalamtes in den dunklen Monaten Oktober bis Februar vermehrt eingebrochen. Häufig wählen Einbrecher den frühen Abend, wenn die Dämmerung bereits fortgeschritten und der Hauseigentümer noch unterwegs ist.

Laut Einbruch-Report 2017 des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2016 140.000 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet. Das Problem: Viele Haushalte sind nicht ausreichend geschützt. Schwachstellen sind leicht zu öffnende Fenster sowie Haus- und Terrassentüren. Der Einbruch-Report zeigt, dass die Sicherheitstechnik an Türen und Fenstern oft veraltet ist. Smarte Einbruchsicherungen erhöhen den Schutz, da sie unbefugtes Eindringen frühzeitig erkennen und einen Notruf senden.

Sicherheit im Smart Home

Abhilfe verspricht hier Technik für das Smart Home: Registrieren Bewegungsmelder am Haus eine Person im Garten, geht die Außenbeleuchtung an. Bei Abwesenheit der Bewohner kann die Überwachungstechnik so geregelt werden, dass bei einer Bewegung im Garten nicht nur die Außenbeleuchtung, sondern zudem die Außenkameras aktiviert werden und eine Benachrichtigung sofort an das Smartphone des Hausbesitzers gesendet wird.

Zusätzlich lässt sich die Innenbeleuchtung so einbinden, dass sich diese bei einem möglichen Einbruchsversuch im Treppenhaus automatisch einschaltet und somit eine Anwesenheit simuliert. Die Vernetzung von Fenster- und Türkontakten, Bewegungsmeldern, Überwachungskameras, Beleuchtung und Rollladen mithilfe einer zentralen Bedien- und Steuereinheit bietet einen umfassenden, auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner angepassten Einbruchschutz.

Integration von Fenster- und Türkontakten

Eine einfache und wirksame Methode, die Sicherheitsvorkehrungen in den eigenen vier Wänden zu verstärken, ist die Integration von Fenster- und Türkontakten. Mit einem Blick auf die zentrale Steuereinheit der Smart Home-Anlage können die Bewohner feststellen, ob beim Verlassen des Hauses alle Fenster geschlossen sind. „Um den Einbruchschutz zu erhöhen, können die Fenster- und Türkontakte über die Steuereinheit mit Bewegungsmeldern, Videokameras, Rollladen, Beleuchtung und einem automatischen Notruf an die Bewohner vernetzt werden“, rät Hartwig Weidacher, Smart Home-Experte und Geschäftsführer bei myGEKKO | Ekon. Stellen die Kontakte ein aufgebrochenes Fenster fest, wird die Alarmanlage ausgelöst: Die Beleuchtung im gesamten Haus wird angeschaltet, die Rollläden werden geöffnet und die Außensirene gibt ein akustisches und visuelles Signal.

Auch eine smarte Lichtsteuerung kann zur Sicherheit des Eigenheims beitragen. Wird die Beleuchtung in einem Wochenprogramm zu festen Zeiten aus- und eingeschaltet, simuliert das die Anwesenheit der Bewohner. Noch realistischer kann die Anwesenheitssimulation gestaltet werden, wenn die Bewohner eine Zufallsabweichung einstellen. Rollladen- und Jalousieszenarien unterstützen diese Funktion: Mithilfe der zentralen Steuerungseinheit können Beleuchtung und Rollladenantriebe aufeinander abgestimmt werden.

Durch die zusätzliche Einbindung einer Sonnenstandsregelung lassen sich Daten der Wetterstation bei der Jalousiesteuerung ebenfalls für eine Anwesenheitssimulation nutzen. Beim Aktivieren des „Außer-Haus-Szenarios“ beispielsweise werden die Rollladenantriebe lichtstandsabhängig geregelt, die Türen verschlossen, die gesamte Beleuchtung aus- und die Alarmanlage eingeschaltet.

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