Fahrrad-App

Mit Routenplaner fürs Rad unbekannte Wege entdecken

| Redakteur: Johann Wiesböck

Bild 1: Mit der App Naviki können Fahrradfahrer ihrer Route planen und dabei unbekannte Strecken entdecken
Bild 1: Mit der App Naviki können Fahrradfahrer ihrer Route planen und dabei unbekannte Strecken entdecken (Bild: FH Münster/FB Energie Gebäude Umwelt)

Die Routenplaner-App Naviki fürs Rad navigiert sicher durch neues Terrain. Die App wurde am Labor für Software Engineering der FH Münster entwickelt und ist für iOS und Android verfügbar.

An einem schönen Herbsttag durch die Gegend radeln, gemütlich zu Mittag essen und den Ausflug mit dem Besuch einer Sehenswürdigkeit verbinden – Fahrradtouren wie diese halten fit und machen Spaß. Wer unbekannte Wege entdecken will, dem hilft die App Naviki. Der Routenplaner fürs Rad navigiert sicher durch neues Terrain. Er wird bereits seit 2007 am Labor für Software Engineering der FH Münster entwickelt und seitdem kontinuierlich erweitert. Nun haben die FH-Studierenden Uwe Eßmann aus Münster sowie Dominik Büning und Johanna Stäsch aus Steinfurt die App getestet.

„Die Idee zur App finde ich wirklich klasse", sagt Büning. Der 26-Jährige studiert wie seine Kommilitonen am Fachbereich Energie - Gebäude - Umwelt auf dem Steinfurter Campus der FH Münster und ist begeisterter Rennradfahrer. Deshalb hat er auch direkt das Extra speziell für Rennradrouten hinzugebucht. „Naviki lässt sich sehr leicht und intuitiv bedienen. Ich musste nur kurz ein paar Angaben zu meiner gewünschten Fahrt eintippen, danach wurde mir die Strecke sofort angezeigt."

Die Naviki-App bevorzugt automatisch Radwege und ruhige Straßen

Dabei nimmt die vorgeschlagene Route Rücksicht auf typische Bedürfnisse von Radfahrern - ein echter Pluspunkt, findet auch Eßmann. „Die App bevorzugt automatisch Radwege und ruhige Straßen, das war toll!" Er habe der App blind vertraut und sich von gänzlich unbekannten Wegen überraschen lassen. Der GPS-Empfang sei stets hervorragend gewesen, sodass die Navigation problemlos funktioniert habe. „Vermisst habe ich beim Start meiner Tour aber eine 3D-Ansicht", so der 24-Jährige. „Dadurch wäre mir die Orientierung noch leichter gefallen."

Johanna Stäsch, ebenfalls Rennradfahrerin, hat die Möglichkeit gefehlt, gezielt einen Rundkurs anzugeben. „Das ist leider etwas umständlich", sagt die 26-Jährige. „Ich finde es schade, dass ab und an das Wechseln der Straßenseite angezeigt wird, obwohl das eigentlich gar nicht nötig ist", ergänzt Büning. Sein Fazit: „Für den Freizeitbedarf ist die App wirklich toll, im sportlichen Modus könnten einige Aufzeichnungsfunktionen mehr vorhanden sein." Dazu zähle zum Beispiel das Anzeigen der voraussichtlichen Ankunftszeit im Rennradmodus.

Kostenlose Basisversion mit Routen, Höhenprofil und Aufzeichnung eigener Wege

Naviki wird von der beemo GmbH, ein Spin-off des Labors für Software Engineering der FH Münster, vermarktet. „Wir bieten ein kostenloses Basispaket mit Routen, Höhenprofil und der Möglichkeit, eigene Wege aufzuzeichnen", erklärt Achim Hennecke. Er gehört zusammen mit Prof. Dr. Gernot Bauer und Sven Luzar zum Team der Geschäftsführer.

„Außerdem gibt es zahlreiche kostenpflichtige Extras, darunter Routen speziell für Fahrten mit dem Mountainbike oder Rennrad und gesprochene Navigationsanweisungen. Letztere beinhalten die automatische Neuberechnung der Route zum Ziel beim Abweichen von der geplanten Strecke."

Die Rückmeldungen der drei Testfahrer nimmt er gerne auf. „Wir freuen uns über das Feedback. So können wir die App permanent verbessern. Zum Beispiel steht die Anzeige der Kilometer bis zum Ziel mit voraussichtlicher Ankunftszeit schon ganz oben auf unserer Agenda. Eine Funktion für Rundrouten haben wir bereits entwickelt. Sie wird in Kürze kostenlos zu haben sein."

Ergänzendes zum Thema
 
Wer mehr über Naviki erfahren möchte, findet hier ausführliche Einzelheiten.
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