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Mit Messtechnik Hardware-Trojaner aufspüren

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Japanische Forscher wollen mit einem Betriebsstrom-Analysator Hardware-Trojaner in elektronischen Schaltungen aufspüren. Dabei haben sie besonders IoT-Geräte im Fokus.

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Der Betriebsstrom-Analysator CX3300 von Keysight bietet einen hohen Erfassungsspeicher und mit ihm ist es mögich, anomale Wellenformen zu analysieren.
Der Betriebsstrom-Analysator CX3300 von Keysight bietet einen hohen Erfassungsspeicher und mit ihm ist es mögich, anomale Wellenformen zu analysieren.
(Bild: Keysight)

Die Welt des Internet of Things (IoT) bietet nicht nur schöne Seiten: Vernetzte Geräte sind anfällig für Hardware- und hardwarenahe Trojaner. Sie aufzuspüren ist mitunter nicht immer leicht und vor allem nicht ganz preiswert. Doch sind es gerade IoT-Geräte, die von einem Hardware-Trojaner besonders betroffen sind.

Solche Bedrohungsszenarien erforschen Wissenschaftler der Universität Waseda in Japan. Dazu verwenden sie den Betriebsstrom-Analysator des Typs CX3300 von Keysight. Der Analysator bietet eine entsprechend große Bandbreite, geringes Rauschen sowie eine Langzeit-Datenloggerfunktion.

Mit der sogenannten Anomalous Waveform Analytics, oder kurz AWA-Funktion, lassen sich Unterschiede in der Wellenform erkennen und als Wellenformmuster klassifizieren. Somit sind Anwender in der Lage, IoT-Geräte zu charakterisieren und zu verifizieren sowie Fehler aufzuspüren.

Abtastraten von 10 Millionen pro Sekunde

Die Messhardware ist in der Lage, Signale 10 Millionen mal pro Sekunde abzutasten. „Außerdem ermöglicht es uns die anomale Wellenformanlayse unterschiedliche Schaltungen in kurzer Zeit zu untersuchen“, sagte Professor Nozomu Togawa von der Fakultät für Wissenschaft und Technik der Universität Waseda. Seltene Ereignisse, die bei der Untersuchung von Hardware auftreten, lassen sich dank des großen Erfassungsspeichern aufspüren und untersuchen.

Original-Veröffentlichung auf eeNews

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