Suchen

Mit LEDs könnte man weltweit den Hunger bekämpfen!

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Lässt sich mit der LED der weltweite Hunger bekämpfen oder zumindest eindämmen? Das ist vielleicht eine etwas gewagte These, doch ist sie durchaus möglich!

Firmen zum Thema

Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Eine gesunde und auch nachhaltige Ernährung ist mit LED-Licht möglich.“
Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Eine gesunde und auch nachhaltige Ernährung ist mit LED-Licht möglich.“
(Bild: VBM)

Weltweit ist der Platz für Ackerbau begrenzt und gleichzeitig wachsen die Städte in den nächsten Jahren rasant. An der Stelle muss man sich fragen, wie man künftig Millionen von Einwohnern in diesen Megacities ernähren will?

Ideen gibt es viele. Ein interessantes Beispiel ist der vertikale Anbau von Pflanzen am Gebäude. Neben dem Grün und einer sauberen Luft wäre der Anbau direkt am Gebäude auch platzsparend. Doch es ist auch möglich, Pflanzen im Inneren und gänzlich ohne Tageslicht anzubauen. Und hier kommen die LEDs ins Spiel. Das Lichtspektrum lässt sich sehr schmal ausrichten, damit es genau für das Pflanzenwachstum optimiert ist. Perfekt also für die Photosynthese. Lesen Sie doch in unsere Titelgeschichte von Osram rein.

Eine spannende Entwicklung hatte ich letztes Jahr im Einsatz sehen können. Ein kleiner Schrank, der neben den schmalbandigen LEDs auch über eine Heizung sowie Bewässerung verfügt. Was daraus entstanden ist? Ein sogenannter Plantcube, den ein Start-up-Unternehmen aus München entwickelt hat. Die Geschäftsidee fand man wohl bei Osram so vielversprechend, dass man Agrilution, so der Name des Unternehmens, finanziell unterstützt.

Man kann diesen kleinen Schrank einfach in die Wohnung oder das Büro stellen und aus Saatmatten wächst dann unter Licht, Wasser und Wärme frisches Gemüse. Das klingt vielleicht noch etwas nerdig, aber die Idee dahinter ist sehr clever. Denn im Großen werden Pflanzen bereits heute unter künstlichen Licht mit LEDs angebaut. Und gesund ist das ganze auch noch, denn Gifte müssen nicht verwendet werden.

Vielleicht ein kleiner Schritt auf den Weg, gesunde Nahrung für einen großen Teil der Weltbevölkerung anzubauen. Monokulturen auf unseren Feldern wären dann vielleicht nicht mehr notwendig.

(ID:45161551)