MLCCs

Mit höherer Nenntemperatur

| Redakteur: Thomas Kuther

(Bild: Knowles)

Die Knowles-Marke Dielectric Laboratories (DLI) hat eine Reihe von Spezifikationserweiterungen für ihre Ultra-low-ESR- und High-Q-MLC-Kondensatoren angekündigt. In beiden Fällen hat DLI das Temperaturverhalten auf ein höheres Level von 175 °C gehoben und gibt Ingenieuren so mehr Spielraum in ihren Entwicklungsprojekten.

Diese verbesserten TCC-Werte (temperature coefficient of capacitance, Temperaturkoeffizient der Kapazität) gelten für DLIs UL-Kondensatoren mit keramischem Dielektrikum in der Gehäusegröße C07 (0711) und AH-Kondensatoren mit Porzellandielektrikum in der Gehäusegröße C17 (1111) – beide mit SMD-Kompatibilität. Die Anwendungen reichen von Impedanzanpassung und Leistungsregelung über DC-Abblockung, Bypass und Kopplung bis zu Abstimmung und Rückkopplung – in Schaltungsdesigns, die Oszillatoren, Timingschaltungen, Filter, HF-Leistungsverstärker und Verzögerungsleitungen abdecken.

UL ist ein keramisches NP0-Dielektrikum mit einem nach EIA Class I stabilen Temperaturkoeffizienten, ultraniedrigem ESR, hoher Güte und geringem Rauschen. Die Bauteile lassen sich nun bis zu 175 °C betreiben mit einem TCC von 0 ±60 ppm/K (bei Begrenzung auf 125 °C bei 0 ±30 ppm/K). Sie finden Anwendung in allen Applikationen, wo Wärmeentwicklung oder Signalverlust von Belang sind. Sie sind in der erwähnten Gehäusegröße C07 als Hochspannungsbauteile ausgewiesen und bei bis zu 500 V Gleichspannung über den Kapazitätsbereich von 0,3 bis 47 pF betreibbar, erweitert bis auf 100 pF bei De-Rating auf 200 VDC.

Das AH-Porzellandielektrikum P90 mit nach EIA Class I positivem Temperaturkoeffizienten erreicht nun eine Nenntemperatur von 175 °C mit einem TCC von 0 ±20 ppm/K. Anwendungen sind dort, wo hohe Güte in Verbindung mit niedrigem ESR eine Priorität ist. Die Bauteile haben eine Dielektrizitätskonstante, die mit der Temperatur zunimmt (90 ppm/K), wodurch sich eine etablierte Zuverlässigkeit, niedriges Rauschen und hohe Eigenresonanz ergeben. Nützlich für Temperaturkompensation, wenn andere Komponenten auf der Platine mit steigender Temperatur Kapazität verlieren könnten. Der Kapazitätsbereich beginnt bei 0,3 pF und klettert bis 1000 pF über den Spannungsbereich von 50 V bis zu einer hohen Arbeitsspannung von 1 kV.

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