Vishay

Mit erweitertem Bauelementespektrum fit für das Internet der Dinge

| Autor: Thomas Kuther

Norbert Pieper: „Autonomes Fahren, das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 stellen Entwickler und Konstrukteure vor neue Herausforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Effizienz und Kosten“
Norbert Pieper: „Autonomes Fahren, das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 stellen Entwickler und Konstrukteure vor neue Herausforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Effizienz und Kosten“ (Bild: Vishay)

Vishay erweitert sein Bauelementespektrum, um den Anforderungen der vernetzten Dinge zu entsprechen. Der Komplettanbieter von diskreten elektronischen Bauteilen und Sensoren will damit den zukünftigen Herausforderungen der Automobil- und Industrieelektronik begegnen.

„Autonomes Fahren, das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 stellen Entwickler und Konstrukteure vor neue Herausforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Effizienz und Kosten“, erläutert Norbert Pieper, Senior Vice President Business Development bei Vishay. „Auch das Verständnis für Nachhaltigkeit und die Lebensdauer der Endprodukte durchläuft aktuell eine Neuausrichtung. Neue Produktionsmöglichkeiten, wie das 3-D-Drucken von Produkten oder das Finanzieren von Produktideen durch Crowdfunding, erfordern ein Umdenken der bisherigen Methoden, den Markt zu bedienen und Produkte bereitzustellen.“

Lifestyle- und Consumer-Applikationen erobern den Fahrzeuginnenraum

Laut Pieper erfährt auch die etablierte Automobilindustrie eine gewisse Neuausrichtung: „Typische Lifestyle- und Consumer-Applikationen erobern den Fahrzeuginnenraum und ermöglichen die Nutzung nahezu aller Informationsmedien vom Lenkrad aus. Dies wiederum führt zunehmend zur Ablenkung des Fahrers und erfordert Fahrerassistenzsysteme sowie die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und domänenübergreifend (Car-to-X).“

Fahrerassistenzsysteme im Fokus

Vishay fokussiert hier auf Fahrerassistenzsysteme und die Unterstützung durch Sensoren, welche die Umfelderkennung und Bedienung des Fahrzeuges erleichtern oder sie erst ermöglichen. Voll integriert im Armaturenbrett, der Mittel-, oder Dachkonsole ist der Näherungs- und Umgebungslichtsensor VCNL4020X01. Er erlaubt eine berührungslose Bedienung des Entertainmentsystems sowie die Auswahl der Navigationsziele und vereinfacht die Navigation in den Bedienmenüs. Zudem ermöglicht er das berührungslose Dimmen des Fahrzeuginnenlichts.

Die Vorteile des Systems: eine unkomplizierte Anbindung an die Fahrzeugelektronik durch das I2C Interface, die Integration der IR-Emitter in das Gehäuse, die Filterung des Tageslichts sowie das optische Feedback bezüglich Umgebungslicht. Soll der Bereich im Fahrzeuginneren noch exakter dem Umgebungslicht angepasst werden, stellt Vishay dafür optische Sensoren zur Erfassung des Sonnenwinkels (ITOS) sowie des Farbraums einschließlich Weissabgleich (VEML6040) und UV-Sensoren (VEML6070) zur Verfügung. „Denn der Markt für Gestenerkennung und berührungslose Bedienung soll laut Einschätzung von „marketsandmarkets“ bis 2020 auf 23,55 Milliarden US-Dollar ansteigen“, so Pieper weiter, das entspricht einem jährlichen Wachstum von etwa 28 Prozent.“

Elektrifizierung des Fahrzeugs schreitet voran

Assistiertes oder autonomes Fahren setzt die weitere Elektrifizierung des Fahrzeugs voraus, um Prozesse darin einfacher steuern zu können. Dabei sind Elektromotoren, speziell bürstenlose DC-Motoren, einfacher zu beherrschen als komplexe Hydrauliksysteme. Um elektrische Verbraucher wie Lenkung, Klima und Komfort so zu etablieren, dass der Energiehaushalt des Fahrzeugs ausgeglichen bleibt, bedarf es eines 48-V-Bordnetzes und vollelektrifizierten Fahrzeugs. „Speziell für diese Leistungsanwendungen bieten wir neue SMD-PAR-TVS-Dioden an: die Serien TPC11CA bis TPC36CA im ultrakompakten eSMP-Gehäuse mit einer Spitzenverlustleistung von bis zu 1500 W, und eine Reihe von ultrakompakten TMBS-Schottky-Dioden im SlimDPAK der Serien V35PW und V40PW“, ergänzt Pieper.

Ladeinfrastruktur braucht Gleichspannungswandler

Den großen Bedarf an hocheffizienten und kostengünstigen Bauteilen für Gleichspannungswandler, u.a. für die benötigte Infrastruktur der Ladegeräte, bedient Vishay sowohl mit Planartransformatoren und kundenspezifischen Wickelgütern, als auch mit nahezu sättigungsfreien Hochstromdrosseln. Diese finden Anwendung als Filter und Speicher bis zu 200 A in einem Temperaturbereich bis 180 °C. Eine Reihe an Polypropylen-Filmkondensatoren der Serien MKP1820, MKP1848 und MKP1849 für den Einsatz als DC-Link in LED-Stromversorgungen bis hin zum 50-kW-Batterieladegerät ergänzen das Programm.

Internet der Dinge als Wachstumsmarkt

„Die intelligente Vernetzung von Fahrzeugen, Industrieanlagen, Telefonen und Gegenständen im Internet of Things erfolgt domänenübergreifend“, weiß Norbert Pieper, „dabei erstellt nicht mehr allein der Mensch Inhalte, vielmehr werden Informationen nun auch von intelligenten Sensoren und Controllern verarbeitet und Schlüsse daraus gezogen.“ Auch hier ist Vishay in einem zukunftsträchtigen Umfeld tätig: Laut einer IBM-Studie werden in 2020 etwa 212 Mrd. sensorische Systeme auf der Welt existieren, und 30 Mrd. davon mit dem Internet vernetzt sein – etwa doppelt so viele wie derzeit.

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