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Testkosten senken Mit einem plattformbasierten Testsystem lassen sich Funktionen bündeln

| Autor / Redakteur: Klaus Diederich * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Testsysteme kommen weltweit zum Einsatz, wobei die Systemintegratoren immer wieder vor ganz verschiedenen Problemen stehen. Abhilfe verspricht ein Ansatz, häufig verwendete Funktionen als Module abzubilden.

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Bild 1: Immer wieder benötigte Funktionen werden zu Modulen zusammengefasst. Entstanden ist OTP². Das Bild zeigt die LXI-Variante.
Bild 1: Immer wieder benötigte Funktionen werden zu Modulen zusammengefasst. Entstanden ist OTP². Das Bild zeigt die LXI-Variante.
(Bild: LX Instruments)

Die Gesamtkosten eines Testsystems über die gesamte Betriebszeit werden im Wesentlichen von Wartungs-, Pflege- und Erweiterungsaufwänden bestimmt und nicht allein vom Kaufpreis. Deshalb müssen Testsysteme so konzipiert sein, dass sie sich einfach und schnell an verschiedenste Rahmenbedingungen anpassen lassen.

Eine elegante und kostensparende Lösung ist beispielsweise eine modulare, teilstandardisierte Systemplattform. Stand heute werden Funktionstestsysteme oft gezielt für eine spezielle Applikation entwickelt und bestenfalls für den Test einer Familie ähnlicher Produkte eingesetzt. Systeme werden auch innerhalb eines Unternehmens bis zu einem gewissen Grad standardisiert. Die Fertigstellung der Systeme erfolgt typischerweise am Einsatzort. Wartung und Support werden von den Entwicklern der Testsysteme übernommen.

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Anforderungen an die Testsysteme

Die zunehmende Globalisierung und arbeitsteilige Fertigung elektronischer Baugruppen, teils über Kontinente hinweg, führen zu neuen Anforderungen an Testsysteme. Speziell für Kundenbedürfnisse entwickelte Systeme, können diese Ansprüche jedoch kaum mehr erfüllen. Werden Systeme bei einem Systemintegrator beauftragt, soll dieser oft direkt an den endgültigen Aufstellungsort liefern.

Dort sollen die Systeme mit allen Prüfapplikationen und einer Einbindung in die Fertigungsprozesse in möglichst kurzer Zeit in Betrieb genommen werden. Das ist nur mit geschultem Personal für die Inbetriebnahme möglich, das ein System mit bekannter Architektur und definierten Schnittstellen vorfindet. Zusätzlich müssen leistungsfähige Diagnosewerkzeuge, wie automatisierte Selbsttestroutinen zur Verfügung stehen.

Im laufenden Betrieb sollen Systemwartung, Fehlersuche und Reparatur typischerweise von lokalem Personal vorgenommen werden. Hierfür bedarf es Wartungs- und Fehlersuchanleitungen. Wichtig für die Anwender ist, dass entsprechende Trainings stattfinden.

Idealerweise gibt es die Option, schnelle Remote-Unterstützung durch einen Systemexperten per Fernwartung zu erhalten. Aufgrund der hohen Fluktuation des Personals an den typischen Offshore-Standorten in Mittelamerika oder Asien sind standardisierte Abläufe für Wartung und Fehlersuche entscheidend. Wird das Fertigungsspektrum an einem entfernten Standort durch neue Produkte und Varianten erweitert, müssen in der Regel Warenträger oder eine neue Prüfadaption und ein passender Prüfablauf auf dem Testsystem vor Ort in Betrieb genommen werden.

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Offene Testplattform – was steckt dahinter?

OTP² ist eine offene Testplattform, die auf einer flexiblen Instrumentierungs-Matrix, LXI-basierten Quellen und Messgeräten basiert und wurde von LXinstruments entwickelt. Der Vorteil des Testsystems ist, dass es sich leicht mit kunden- und anwendungsspezifischen Funktionen erweitern lässt. Die Hardware wird durch eine Testsoftware-Suite ergänzt, die den modularen Ansatz ebenfalls aufgreift. Über definierte Schnittstellen lassen sich Fertigungs- und Qualitätsprozesse durch den Anwender anpassen. Hier kommen Systemlösungen von National Instruments und Keysight Technologies zum Einsatz, deren Benutzeroberflächen und Testschritt-Bibliotheken unterstützt werden.

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