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Mutmacher Mit einem Krisenplan bei dataTec gegen die Pandemie

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bereits Anfang März hat das Management von dataTec die Mitarbeiter auf die neue Situation durch die Gefahr von Covid-19 vorbereitet. Dank guten Wirtschaftens ist das finanzielle Polster dick genug und das Lager gut bestückt. Jeder bringt sich ein.

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Vorstand und CEO von dataTec Hans Steiner: „Mit Konsequenz und schnell eingeführten Maßnahmen erfolgreich gegen die Corona-Krise.“
Vorstand und CEO von dataTec Hans Steiner: „Mit Konsequenz und schnell eingeführten Maßnahmen erfolgreich gegen die Corona-Krise.“
(Bild: dataTec / selinabeutel@yahoo.de)

Die Pandemie ist ein herber Einschnitt: Die Arbeitnehmerschaft mit Kurzarbeit, die Arbeitgeber mit Sorgen um die Existenz der Firma, einbrechenden oder gar ausbleibenden Umsätzen, weiterlaufenden Kosten, Sorgen um die Belegschaft.

Hans Steiner, Vorstand dataTec: „Es gibt eine Zeit nach Covid-19, und bisher sind wir aus allen vergangenen Krisen gestärkt hervorgegangen. Wir schaffen es auch dieses Mal, wenn wir zusammenhalten!“ Der Distributor investierte sogar: Seit Mai 2020 hat das Unternehmen die Vertriebsbereiche von Elektronik Kontor bzw. ekomess für das komplette Produktangebot von Fluke und Tektronix übernommen. Das Übernahmeangebot galt auch für die betroffenen Mitarbeiter von Elektronik Kontor.

Krisenplan für die komplette Belegschaft

Das Management von dataTec hat für die komplette Belegschaft einen Krisenplan entwickelt: Das Unternehmen weist darauf hin, dass auf krisenbedingte Kündigungen verzichtet wird, es aber zu Kurzarbeit kommen wird. Diejenigen Mitarbeiter, die ihre Arbeit im Homeoffice erledigen können, bleiben zu Hause. Eingehende Kundenanfragen werden zu den jeweils diensthabenden Mitarbeitern geroutet. Alle diensthabenden Homeoffice-Mitarbeiter haben einen Online-Zugriff auf die Firmensysteme, sodass Fragen beantwortet, Angebote erstellt oder Liefertermine genannt werden können.

Für die Mitarbeiter, deren Anwesenheit zwingend erforderlich ist, wurden die vorhandenen Arbeitsplätze so verteilt, dass der Mindestabstand von zwei Meter eingehalten wird. Hygienemaßnahmen im Büro sind eingerichtet; Desinfektionsmittel ist schon seit Jahren Standard bei dataTec. Im Turnus von zwei Wochen bespricht das Management die aktuelle Situation, und jeder Mitarbeiter erhält einen Plan, wann er im Homeoffice oder in der Firma präsent sein muss. Außendienstmitarbeiter werden mit Desinfektionsmitteln und Schutzmasken versorgt. Die sich zwischenzeitlich entspannende Situation führt wieder zu Besuchsanfragen seitens der Kunden.

Eine Kollegin merkt an, dass sie es sehr beachtlich findet, dass dataTec zu einem sehr frühen Zeitpunkt, bereits Anfang März, die Mitarbeiter auf die neue Situation vorbereitet und überwiegend Homeoffice verordnet hat. Janine Erhardt, technische Redakteurin: „Insbesondere der sehr, sehr früh gewählte Zeitpunkt der Schutzmaßnahmen hat mich als Arbeitnehmerin und auch meine Verwandtschaft wirklich beeindruckt und meine Familie letztlich geschützt.“

Finanzielles Polster und gut bestücktes Lager

Hans Steiner in einer E-Mail vom 13. Mai 2020 an die Belegschaft: „…die Situation mit Covid-19 und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Krise hat das Management mit Konsequenz und schnell eingeführten Maßnahmen erfolgreich entgegengewirkt. Unser aller Beitrag durch Kurzarbeit ist der entscheidende Faktor und hält uns voll auf Kurs. Durch unser sehr gutes Wirtschaften in den letzten Jahren haben wir ein finanzielles Polster aufgebaut, und unser Lager ist sehr gut bestückt. Wir haben keine „Corona-Kredite“ beim Bund angefordert, denn sie müssen in Zukunft zurückbezahlt werden. Jeder bringt sich ein, das gibt Sicherheit. Ich danke Euch“.

Diesen Beitrag lesen Sie auch in der Fachzeitschrift ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 15/2020 (Download PDF)

Und weiter: „Trotz der Lockerungen hat sich die aktuelle Infektionslage in Deutschland verbessert. Das schafft Vertrauen. Weiter bleibt die konsequente Einhaltung aller Hygienevorgaben und Abstandsregelung enorm wichtig, und das muss aktiv von jedem Einzelnen gelebt werden. Des Weiteren gilt bei einem Verdacht, dass die offiziellen Wege und Quarantänebestimmungen sowie die Informationspflicht unbedingt einzuhalten sind.“

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