Mit Drohnen Geld verdienen

| Autor: Margit Kuther

DJI/IBM: Drohnenaufnahmen in Echtzeit mit Watson auswerten

DJI-Drohne Phantom: Luftaufnahme über Namibia
DJI-Drohne Phantom: Luftaufnahme über Namibia (Bild: DJI)

Die Welt von oben sehen – dies gelingt mit Drohnen und einer Kamera. Die Bilder aus der Vogelperspektive sind nicht nur eindrucksvoll, sondern liefern auch wichtiges Wissen über Orte, die sonst nur schwer zugänglich sind.

Unfall, Baustelle oder hohes Verkehrsaufkommen – die Gründe für Staus können vielfältig sein. Um aus "Autostehen" wieder "Autofahren" zu machen, kann der Blick von oben auf die Straße hilfreich sein. Hubschrauber kommen deshalb bei Verkehrswacht, Polizei und Rettungsdienst zum Einsatz, allerdings sind Hubschrauber sperrig und kostenintensiv. Günstiger, kompakter und wendiger sind Drohnen, die mit Kameras bestückt sowohl Bilder als auch Videos erstellen können und diese Daten in Echtzeit in eine Cloud übermitteln.

Auf der CeBIT 2017 zeigte IBM gemeinsam mit dem Drohnenhersteller DJI, wie solche Aufnahmen mit kognitiver Watson-Technologie analysiert werden, um die Verkehrsüberwachung zu verbessern. Die Kamerabilder eines Quadrocopters, der über eine auf dem CeBIT-Stand aufgebauten Stadt hinwegfliegt, werden live auf einen Bildschirm übertragen und online mit Watson ausgewertet. Je nach Verkehrssituation kann die IBM-Lösung sofort eine Empfehlung abgeben, ob und in welcher Straße ein Eingreifen nötig ist.

Beispiel: Intelligente Verkehrsplanung

Im echten Einsatz werden die Informationen des Quadrocopters auch genutzt, um eine langfristige Verkehrsplanung zu erstellen. Watson erkennt bisher unentdeckte Zusammenhänge und kann dazu beitragen, dass sich Einsätze von Feuerwehr, Polizei oder Notarzt besser koordinieren lassen.

Über den Vergleich bestehender und aktueller Bilddaten kann die IBM Lösung vorhersagen, wie lange es dauern wird, bis nach einem Unfall der Verkehr wieder fließt.

Die Kombination aus Quadrocopter, Kamera und kognitiver Technologie lässt sich für unterschiedliche Branchen nutzen. Versicherungen, Landwirtschaft, Telekommunikation, Energieversorger oder auch Bereiche der öffentlichen Sicherheit sind in der Lage, die kognitive Datenauswertung von Watson auf ihre spezifischen Anforderungen abzustimmen.

So verwenden Unternehmen bereits IBM-Lösungen für die Wartung von Funkmasten und Windturbinen. Wo Menschen nur mühsam oder unter Gefahren hochklettern können, gewinnt die Inspektionsdrohne schnell und sicher einen 360-Grad-Blick. Dieser gibt Auskunft über den Zustand von Konstruktion, Material oder Technik und empfiehlt entsprechende Instandhaltungen.

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