Mit Digitalisierung und 5G in eine schöne neue Welt

| Autor: Thomas Kuther

Thomas Kuther: „Dank Digitalisierung, Big Data und 5G steht einer Totalüberwachung aller Bürger wie in China nichts mehr im Wege.“
Thomas Kuther: „Dank Digitalisierung, Big Data und 5G steht einer Totalüberwachung aller Bürger wie in China nichts mehr im Wege.“ (Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Was waren das doch für armselige Zeiten, als unsere Welt noch analog war und die Telefone an Kabeln hingen! Wenn ich jemandem etwas schreiben wollte, ging das zwar per Briefpost, aber das war mühsam und die Zustellung langsam.

Da lobe ich mir doch unsere heutige digitale Welt, in der ich mit meinem Smartphone nicht nur telefonieren, sondern auch Nachrichten, Bilder und sogar Videos verschicken und in den sozialen Netzwerken posten kann.

Dank der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung ist die Einbindung von Geräten wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Kaffeemaschine kein Problem mehr und auch mobile Geräte wie Fitnessarmband, Zahnbürste, Autoschlüssel oder Hörgerät gehen drahtlos ins Netz. Bald kommt ja 5G, dann wird auch die letzte Milchkanne Teil des Internets der Dinge sein und ihren Füllstand und Standort mit atemberaubenden Übertragungsraten ins Netz senden.

Diese Entwicklung hat für mich den Vorteil, dass ich viel Geld spare. Da mein Fitnessarmband meine Vitaldaten an die Krankenkasse sendet und mein Auto meinen Fahrstil an den Autoversicherer, sinken die Beiträge, wenn ich mich viel bewege und vorsichtig fahre.

Sicher, mir ist schon klar, dass immer mehr Daten über mich ins Netz wandern und ich damit zunehmend durchsichtiger werde. Die Datensammelwut von Dienstleistern und Behörden profitiert von den Informationen, die Überwachungskameras, Warenscanner, Smartphones, Smart Homes und auch Assistenten wie Alexa weitergeben. Aber dafür bekomme ich jetzt immer exakt auf mich zugeschnittene Werbung präsentiert.

Natürlich muss ich damit leben, dass vielleicht alle meine Daten dank Big Data mit den Daten aller anderen Nutzer kombiniert werden, und auch einem Social Scoring wie in China nichts mehr im Wege steht. Aber die Vorteile überwiegen doch – oder etwa nicht?

Zu verbergen habe ich ja schließlich nichts!

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