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Maxon-Motoren Mit der „Dragon“-Kapsel zu Besuch bei der ISS-Weltraumstation

Redakteur: Gerd Kucera

Der Bilderbuchstart der SpaceX Falcon 9-Trägerrakete am 22. Mai 2012 war für die maxon motor ag ein weiterer erfolgreicher Schritt für den Einsatz hochpräziser Motoren in der Raumfahrt.

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Bild 1: Die Internationale Raumstation ISS (International Space Station) kreist in etwa 400 km Höhe in rund 91 Minuten einmal um die Erde und soll mindestens bis 2020 betrieben werden.
Bild 1: Die Internationale Raumstation ISS (International Space Station) kreist in etwa 400 km Höhe in rund 91 Minuten einmal um die Erde und soll mindestens bis 2020 betrieben werden.
(Bild: NASA)

Die maxon-Motoren hatten bei der SpaceX-Mission unter anderem die verantwortungsvolle Aufgabe die Solarpanels der Dragon-Kapsel für die Stromversorgung nach der Sonne auszurichten. Der erste private Transporter der Raumfahrtgeschichte war am Morgen des 22. Mai 2012 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All gestartet. Die Reise der unbemannten „Dragon“-Kapsel, die vom kalifornischen Unternehmen SpaceX entwickelt wurde, gilt als historischer Moment für alle Beteiligten, denn nie zuvor hat ein privates Unternehmen den Weltraum erobert.

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maxon-Motoren für missionskritische Aufgaben

Bürstenlose EC 40 Motoren (Bild 2) von maxon motor gingen mit auf die Reise zur ISS und wurden dazu verwendet die zwei Solarpanels (Bild 3) zu bewegen, die sich für die Energieversorgung der Kapsel immer nach der Sonne ausrichten mussten, als Dragon die Erde umrundete.

Weitere maxon-Motoren wurden für die Öffnung der Luke (Bild 4) der Instrument-Bay-Einheit genutzt, welche das Navigationsgerät enthielt. Ausserdem wurden die Motoren benötigt, um die während des Flugs ausfahrbare Haltevorrichtung (Bild 5) zu fixieren, damit der Roboterarm der Raumstation die Dragon-Kapsel greifen konnte.

Der vom Astronauten Donald Pettit gesteuerte 17,6 m lange Roboterarm der ISS konnte Dragon am 25. Mai 2012 erfolgreich einfangen und zur Andockstelle der Raumstation führen. Die 4,4 m hohe Dragon-Kapsel lieferte rund eine halbe Tonne an wissenschaftlichen Geräten und Nahrungsmitteln zur ISS.

Am 31. Mai wurde die sechs Tonnen schwere Kapsel schließlich wieder von der ISS abgekoppelt und landete am selben Tag mit einem Fallschirm im Pazifik vor der kalifornischen Küste. Mit an Bord waren rund 660 kg Material von der ISS. Nach der Einstellung des Space-Shuttle-Programms der NASA ist der Rücktransport per Dragon der einzige Weg derart viel Material wieder zurück zur Erde zu bringen.

Monatelang hatte das maxon-Team an dem Aerospace-Projekt gearbeitet (Bild 6). Ein Meilenstein in der maxon-Geschichte, der ausbaufähig ist, denn die NASA hat einen Vertrag mit SpaceX über weitere zwölf Flüge zur ISS (Bild 7) abgeschlossen. In einigen Jahren soll die Raumkapsel auch sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation bringen. Für maxon motor ist dieser erneute Ausflug ein großer Schritt vorwärts in die Zukunft von kommerziellen Aerospace-Anwendungen. Schon mit den beiden Marsrovern Opportunity und Spirit hatte maxon motor bewiesen, dass maxon-Motoren sogar im Weltall und auf anderen Planeten einwandfrei funktionieren.

„Als SpaceX uns vor einigen Jahren bezügliche Motoren anfragte, erkannten wir die enorme Bedeutung, was SpaceX damit erreichen will; unsere Teilnahme zeigt, dass die Standard-Industriemotoren von maxon so hochentwickelt sind, dass sie problemlos eine derart wichtige Rolle für solche bahnbrechenden Missionen übernehmen können“, erklärten Robin Phillips und Kornelia Stubicar, die zwei Aerospace Projektmanager bei maxon, die die Entwicklung der Dragon-Motoren zusammen mit ihrem Team umsetzten.

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