Neuer Supercomputer am DKRZ

Mistral rechnet für die Klimaforschung

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Kleinere Zellen, größere Genauigkeit

Mit dem neuen Supercomputer „Mistral“ kann die Gitternetzauflösung nun auf 100 Meter verkleinert werden und es wird damit möglich, auch feine Strukturen und kleinräumige Prozesse wie die Wolkenbildung abzubilden. Damit ist „Mistral“ nun auch in der Lage, detailliertere Klimaprojektionen für Deutschland zu berechnen und damit zum Beispiel regionale Phänomene wie Starkregen-Ereignisse zu simulieren. So wird einer der größten Herausforderungen bei der Klimaforschung Rechnung getragen: der Komplexität und der Dynamik unseres Klimas.

Mit der Kombination aus Supercomputer, dem besonders großen Festplattensystem und einem der größten Klimadaten-Archive der Welt trägt das Deutsche Klimarechenzentrum dazu bei, Deutschlands Spitzenposition im Bereich der Klimaforschung zu sichern. Aktuell befinden sich ungefähr 20 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von circa 40 Petabyte in dem Magnetbandarchiv, das allen Wissenschaftlern zugänglich ist.

Da der neue Rechner aber entsprechend mehr Daten in kürzerer Zeit erstellt, rechnet das DKRZ damit, dass das Datenvolumen im Lauf der nächsten fünf Jahre auf bis zu 500 Petabyte steigt. „Das Deutsche Klimarechenzentrum ist weltweit einzigartig, weil wir ein besonderes Verhältnis von Rechenleistung zu Speicherkapazität anbieten.“, sagt Prof. Dr. Thomas Ludwig, Geschäftsführer vom DKRZ.

Mitspielen im internationalen Wettbewerb

Mit unserer Rechenleistung gehören wir zu den stärksten Rechenzentren der Welt, mit der Speicherleistung zur Elite dieser Zentren“, erzählt P, stolz. „Wenn der Endausbau stattgefunden hat, werden wir zu den Top-3-Rechenzentren gehören, was Festplattenkapazität zur Datenhaltung angeht. Das entspricht den Bedürfnissen, die die Klimaforscher an unsere Infrastruktur stellen“, erläutert er weiter.

Das DKRZ spielt außerdem eine wichtige Rolle dabei, Klimadaten für Wissenschaftler weltweit bereitzustellen. Auf der Basis dieser Daten entstehen zahllose Studien und Veröffentlichungen, die beispielsweise in den Weltklima-Statusbericht fließen. Auch die Bundesregierung nutzt Ergebnisse dieser Klimaprojektionen, etwa für die anstehenden Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Paris.

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