32-Bit-Mikrocontroller MIPS-Kern mit voller Hardware-Virtualisierung

Redakteur: Sebastian Gerstl

Microchip setzt in seinem 32-bit Mikrocontroller PIC32MZ den Prozessor MIPS M5150 von Imagination ein. Die Warrior-M-CPU von Imagination, ein direkter Konkurrent zu ARMs Cortex-M-Reihe, zeichnet sich als erster serienreife CPU dieser Klasse durch volle Hardware-Virtualisierung aus.

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Schema des M5150: Der Mikrocontroller ist laut Imagination der erste Bausteine seiner Klasse, in dem volle Hardwarevirtualisierung direkt integriert ist.
Schema des M5150: Der Mikrocontroller ist laut Imagination der erste Bausteine seiner Klasse, in dem volle Hardwarevirtualisierung direkt integriert ist.
(Bild: Imagination)

Laut Imagination können mit einem MIPS-5150-Prozessor bis zu sieben Gast-Betriebssysteme auf einem einzelnen prozessor-basierendem System ohne zusätzliche Software-Modifikation parallel betrieben werden. So könnte etwa eine Linux-UI neben wichtiger Steuerungssoftware eingesetzt werden, ohne dass die Sicherheit oder Stabilität des jeweiligen Systems gefährdet wäre. Auch der parallele Einsatz verschiedener Kernels oder Schedulers ist möglich.

Auf dem Entwicklerblog von Imagination wird eine Beispiel-Applikation des 32-Bit-Mikrocontrollers näher beschrieben. Zudem veröffentlichte Imagination ein Video, dass den getrennten Ablauf von Linux-OS und einem parallelen System zur Motorensteuerung demonstriert.

Der MIPS 5150 basiert auf Imaginations microAptiv-Prozessorkernen, mit drei Zusatz-Funktionen: Hardware-Virtualisierung, Fließpunkteinheit und Schutzfunktion gegen Tampering. Nach Angaben von MIPS Business Development Manager Ian Anderton erreicht die CPU eine Leistung von 1,57 Dmips/MHz und 3,44 CoreMark/MHz beim Verarbeiten von kompaktem Code.

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