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Schnittstellen für Mobilgeräte MIPI Alliance gründet Sensor-Arbeitsgruppe

Redakteur: Holger Heller

Als internationale Organisation, die Schnittstellenspezifikationen für tragbare Geräte und mobil geprägte Branchen entwickelt, hat die MIPI Alliance die Gründung einer Sensor Working Group angekündigt. Die Gruppe ist offen für Gründungs-, Förderungs- und aktive Mitglieder.

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Mike Krell, MIPI Alliance: „Die Sensor Working Group wird dazu beitragen, Technologien zu entwickeln, die der Markt wirklich will und braucht.“
Mike Krell, MIPI Alliance: „Die Sensor Working Group wird dazu beitragen, Technologien zu entwickeln, die der Markt wirklich will und braucht.“
(Bild: VBM-Archiv)

Im Jahr 2012 gründete die MIPI Alliance zusammen mit der MEMS Industry Group (MIG) eine offene Sensor „Birds of a Feather“ (BoF) Gruppe. Darin wurde beschlossen, den aktuellen Status der Branche zu überprüfen, Umfragen zum Aufbau einer Sensorschnittstelle durchzuführen und die Anforderungen für zukünftige Vorschläge festzulegen.

Nach weiteren Untersuchungen zur Integration von Sensoren in mobilen Systemen und einer Überprüfung der technischen Vorschläge zu diesen Anforderungen hat der MIPI-Verwaltungsrat die Gründung der Sensor Working Group beschlossen.

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„Wir haben diese Angelegenheit sorgfältig geprüft und gehen davon aus, dass mit der Gründung der Sensor Working Group nun Spezifikationen für den Mobilmarkt und für mobil geprägte Branchen definiert werden können, damit sich Sensoren einfach in Systeme integrieren lassen“, erklärte Mike Krell, Director Marketing and Membership bei der MIPI Alliance.

Anzahl der Sensoren in Mobilgeräten nimmt immer weiter zu

Immer mehr Sensoren werden in mobilen Geräten verbaut – zwischen 10 und 20 Sensoren finden sich mittlerweile in einem Gerät. Erschwerend kommt hinzu, dass es zahlreiche digitale Schnittstellen gibt und die derzeitigen Standardarchitekturen nicht zukunftstauglich sind. Die Arbeitsgruppe nimmt sich dieser Herausforderung im Sensor- und Wireless-Markt an. Dazu zählen die digitalen Schnittstellen, die wachsende Anzahl von Sensoren pro Gerät, verschiedene Signale pro Gerät und nicht-skalierbare Architekturen.

Die Gründung der MIPI Sensor Working Group sei ein weiterer Schritt, Standards im Sensormarkt zu etablieren, hieß es seitens Semico Research. Standard-Sensorschnittstellen ermöglichten es Entwicklern, Sensoren einfacher einzudesignen und die Markteinführungszeit ihrer Produkte zu verkürzen. Viele Produkte werden mit immer mehr Sensoren ausgestattet. Ein neuer Schnittstellen-standard, der einen effizienteren Betrieb ermöglicht, werde die Branche vorantreiben, so die Analysten. Dies trage zur weiteren Verbreitung der Sensorik bei, womit sich das MEMS-Wachstum in vielen Märkten beschleunigen werde.

Die Arbeitsgruppen der MIPI Alliance bilden das Gerüst der Organisation. Aus diesen Gruppen heraus werden die MIPI-Spezifikationen entwickelt. Die Organisation verfügt derzeit über mehr als ein Dutzend Arbeitsgruppen, die das Mobilgeräte-Design abdecken.

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