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Mini-ITX-Motherboards – so wird der IT-Formfaktor industrietauglich

| Redakteur: Martina Hafner

Konsequent industriegauglich: congatecs Thin Mini-ITX Motherboards mit Intel Prozessortechnologie
Konsequent industriegauglich: congatecs Thin Mini-ITX Motherboards mit Intel Prozessortechnologie (Bild: congatec)

Mit ihren Intel-basierten Thin Mini-ITX-Einplatinencomputern hat congatec den Formfaktor aus dem IT-Bereich auf industrietauglich getrimmt. Wie sich der industrielle Mini-ITX von seinem Consumer-Pendant unterscheidet, erklärt Christian Eder.

Display- und Panel-PCs stellen hohe Anforderungen an die Grafikleistung. Sollen sie auch noch Leitstand- und Konsolidierungsfunktionen übernehmen, steigen die Anforderungen weiter: Hohe Rechenleistung und extreme Zuverlässigkeit sind dann zusätzlich gefragt. Trotzdem soll das ganze bezahlbar bleiben. Standardisierung sorgt für hohe Stückzahlen über Anwendungsgrenzen hinweg und ermöglicht auch bei Geräten für den harten Industrieeinsatz konkurrenzfähige Preise.

Schon jetzt werden häufig aus Kostengründen Standard-Einplatinencomputer auch bei Industrieanwendungen eingesetzt. Die Chipsets moderner Computerarchitekturen verfügen inzwischen über einen so großen Umfang an Funktionen und leistungsfähigen Schnittstellen wie etwa PCI Express, Serial ATA oder USB 3.0, dass oft die Anforderungen der Entwickler mit billigen Einplatinencomputern aus fernöstlicher Massenfertigung abgedeckt werden können. Dies ermöglicht schnelle und auf den ersten Blick auch kostengünstige Lösungen.

Video: Wie sich der industrielle Mini-ITX von seinem Consumer-Pendant unterscheidet

Bei näherem Hinsehen sinken aber die Systemkosten (total cost of ownership, TCO) nicht wie erwartet. Dies kann viele Gründe haben. Oft können auf preisgünstige Massenproduktion kostenoptimierte Bauteile die Anforderungen beim Dauereinsatz im rauen industriellen Umfeld nicht erfüllen, meist liegt es aber an den zu kurzen Produktlebenszyklen dieser Produkte.

Will man sich nicht auf eine teure Lagerhaltung einlassen, so müssen die Produkte ständig an die Änderungen der jeweiligen Generationen angepasst werden. Wer dann auch noch Support für eigene Anpassungen, wie etwa spezielle Industrieprotokolle sucht ist dann schnell wieder auf sich selbst angewiesen.

Besser und kostensparender wäre es, wenn Spezifikationen enger gefasst und danach produzierte Boards über einen längeren Zeitraum unverändert verfügbar sein könnten. Wie so etwas erfolgreich gemacht werden kann, haben die Hersteller von standardisierten Computermodulen (COMs) in den letzten Jahren gezeigt. Was liegt also näher, als diesen Standardisierungsgedanken aus der Welt der Computermodule in die Welt der Einplatinencomputer zu tragen?

Intel hat diese Idee vor etwa vier Jahren aufgegriffen und ein Konzept für einen kompakten Universal-PC (All-in-One, AiO) gemäß der Spezifikation für Thin Mini-ITX-Einplatinencomputer (Motherboards) auf Basis des bekannten Formfaktors Mini-ITX (Integrated Technology Extended) entwickelt. Warum ausgerechnet Mini-ITX ?

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