Synchrones Debuggen von Aurix-Multi-Chip-Systemen

| Redakteur: Michael Eckstein

Parallel suchen: Der Multi-Target-Debug-Adapter für das Universal Access Device UAD3+ der Universal Debug Engine (UDE) von PLS ermöglicht synchrones Debuggen von Aurix-Controllern.
Parallel suchen: Der Multi-Target-Debug-Adapter für das Universal Access Device UAD3+ der Universal Debug Engine (UDE) von PLS ermöglicht synchrones Debuggen von Aurix-Controllern. (Bild: PLS)

Der neue Multi-Target-Debug-Adapter für das Universal Access Device UAD3+ der Universal Debug Engine (UDE) ist nach Angaben von Hersteller PLS das erste Tool, das ein synchrones Debugging von Multi-Chip-Systemen erlaubt.

Der modular aufgebaute Multi-Target-Debug-Adapter von PLS unterstützt unterschiedlichste High-Performance-Systeme, die mit zwei getrennten Mikrocontrollern auf einem Board redundante und gegebenenfalls invertierende Steueralgorithmen ermöglichen. Ein besonderer Fokus gilt laut Hersteller dabei Anwendungen, die höchste Ansprüche an die funktionale Sicherheit und Fehlertoleranz stellen – etwa Fail-Operational-Systemen im Bereich des autonomen Fahrens.

Auch für aktuelle High-Performance-Automotive-Systeme soll das Toolkit besonders gut geeignet sein und „seine einzigartigen Debug-Fähigkeiten unter Beweis“ stellen können. Dazu zählen beispielsweise die Automotive-Gateway-Entwicklungs-Boards mit zwei Aurix-Multicore-Mikrocontrollern von Infineon.

Quasi-synchrones Anhalten und Starten

Der Multi-Target-Debug-Adapter für das UAD3+ ermöglicht nach Aussagen von PLS ein nahezu synchrones Anhalten und Wiederloslaufen von zwei eng verzahnten Aurix-Mikrocontrollern. Dafür wird an den separaten Debug-Schnittstellen der beiden Aurix-Bausteine jeweils ein Standard-Debug-Adapter angeschlossen. Diese werden dann über den Multi-Target-Debug-Adapter mit einem Debug-Pod des UAD3+ verbunden, das über die zwei notwendigen Debug-Kanäle verfügt.

Ergänzend zu den Konnektoren für die Standard-Debug-Adapter besitzt der Multi-Target-Debug-Adapter einen zusätzlichen Anschluss für bestimmte Trigger-Signale der beiden Aurix-Controller. Eine spezielle Logik im Multi-Target-Debug-Adapter verknüpft die Trigger-Leitungen laut PLS so, dass ein nahezu synchrones Anhalten und Wiederloslaufen der beiden Aurix-Mikrocontroller möglich wird.

Zwei Controller, eine Bedienoberfläche

Nach Angaben des Anbieters spielt es keine Rolle, ob das Gesamtsystem auf einen Breakpoint in einem der beiden Controller oder auf eine vom Nutzer ausgelöste Break-Aktion reagiert. Der durch die interne Logik des Adapters und die Signallaufzeiten auftretende Zeitversatz zwischen beiden Controller beim Anhalten oder Wiederloslaufen beträgt im Mittel nur zirka 65 ns, also bei typischen 300 MHz Taktfrequenz weniger als 20 Takte.

Beide Aurix-Mikrocontroller sollen in einer Debug-Session innerhalb einer gemeinsamen, konsistenten Benutzeroberfläche zugänglich und kontrollierbar sein. Darüber hinaus stehe auch das etablierte Multicore-Run-Control-Management der UDE für das Debugging dieser Multi-Aurix-Plattform zur Verfügung. Dabei können alle oder eine definierbare Anzahl von Kernen der beiden Controller in einer Run-Control-Gruppe zusammengefasst werden. Breakpoints, manuelles Anhalten und natürlich auch synchrones Wiederloslaufen sind für alle Kerne dieser Gruppe gemeinschaftlich wirksam.

PLS Programmierbare Logik & Systeme präsentiert seine Lösungen auf der electronica 2018 in Halle B4, Stand W22.

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