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Mobile Geräte Microsoft startet Generalangriff auf Apple und Android

| Redakteur: Franz Graser

Die gestrige Produktpräsentation von Microsoft in New York hat gezeigt: Der manchmal totgesagte Softwaregigant hat im Bereich der mobilen Endgeräte seine Kreativität und Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Mit Oberklasse-Smartphones, Tablets und einer umfassenden App-Philosophie.

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Das Surface Book von Microsoft ist ein sogenannter Convertible: Das Gerät kann als Notebook und als Tablet verwendet werden. Das Tastatur-Dock ist mit einem neu konstruierten Scharnier mit dem Display verbunden und abnehmbar.
Das Surface Book von Microsoft ist ein sogenannter Convertible: Das Gerät kann als Notebook und als Tablet verwendet werden. Das Tastatur-Dock ist mit einem neu konstruierten Scharnier mit dem Display verbunden und abnehmbar.
(Bild: Microsoft)

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört!“ In den letzten Tagen, da sich die deutsche Wiedervereinigung zum 25. Mal jährte, hat man ihn sicher das eine oder andere Mal gehört, den berühmten Satz von Altbundeskanzler Willy Brandt. Dieser Satz lässt sich auch gut auf Microsofts Produktpalette übertragen, die gestern in New York vorgestellt wurde. Denn das Betriebssystem Windows 10 dient nun als Brücke zwischen dem klassischen PC und mobilen Endgeräten.

Das sogenannte Display Dock ist vielleicht das eindrucksvollste Gerät, das Microsoft gestern vorstellte. Es dient als Adapter zwischen einem Windows-10-fähigen Smartphone und PC-Peripheriegeräten wie HDMI-Monitor, USB-Tastatur, Maus und Drucker. Damit ist es möglich, ein Windows-10-Smartphone wie einen PC zu benutzen.

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Alle Windows-10-Applikationen, die als sogenannte Universal Apps entwickelt worden sind, können nämlich sowohl auf dem PC wie auf dem Smartphone betrieben werden. Da per Cloud eine Synchronisation der Dokumente zwischen PC und Smartphone möglich ist, kann man zum Beispiel ein Dokument, das im Büro auf einem Laptop angelegt wurde, zuhause auf dem Smartphone weiter bearbeiten. Die Softwaretechnik, die hierfür implementiert wurde, heißt Continuum und zeigt, dass die Trennung zwischen PC und Mobilgeräten eigentlich nur eine künstliche ist.

Das Warten der kleinen, aber treuen Gemeinschaft der Windows-Phone-User auf neue Flaggschiff-Smartphones wurde endlich belohnt. Microsoft stellte die beiden Modelle Lumia 950 und 950 XL vor, die es mit den aktuellen Spitzengeräten von Apple, Samsung & Co. aufnehmen sollen. Das Lumia 950 XL wartet mit einem 5,7-Zoll-Quad-HD-Display und dem mit 2 Gigahertz getakteten Qualcomm Snapdragon 810 mit acht Kernen auf. Die Optik der 20-Megapixel-Hauptkamera stammt von Zeiss, die Kamera erhält zudem ein Dreifach-LED-Blitzlicht.

Standardmäßig ist das Gerät mit 3 Gigabyte RAM und einem 32 GB Flash-Speicher ausgestattet, der durch Micro-SD-Karten erweitert werden kann. Praktisch einzigartig unter den aktuellen Flaggschiff-Smartphones ist, dass das Lumia 950 XL über einen auswechselbaren Akku mit einer Kapazität von 3340 Milliampèrestunden verfügt: Sowohl Apple als auch Samsung setzen derzeit in ihren Spitzengeräten auf fest verbaute Batterien.

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