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Messverfahren für Displays im Auto werden als internationale Quasi-Standards diskutiert

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Obwohl der Markt für Displays im Auto wächst, gibt es unterschiedliche Prüfverfahren und eine einheitliche Qualifikation der verwendeten Anzeigen fehlt. Jetzt hat das DFF Spezifikationen für Messprozeduren ausgearbeitet.

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Der Markt für Displays im Kfz wächst, allerdings fehlten bisher einheitliche Qualifikationen für die eingesetzten Displays. Das DFF hat kontinuierlich Prüfverfahren vorangetrieben.
Der Markt für Displays im Kfz wächst, allerdings fehlten bisher einheitliche Qualifikationen für die eingesetzten Displays. Das DFF hat kontinuierlich Prüfverfahren vorangetrieben.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der Markt der Displays für den Automobil-Sektor ist derzeit noch einer der wenigen Wachstumsbereiche für Displays. Allerdings bestand dieser aus zu vielen unterschiedlichen und unterschiedlich aussagekräftigen Prüfverfahren, um eine einheitliche Qualifikation der eigentlichen Anzeigen sowie ihrer weiter veredelten Baugruppen mit zusätzlichen Funktionen und Eigenschaften zu gewährleisten.

Dabei finden sich Displays im Fahrzeug in ganz unterschiedlichen Anwendungen: Von der Navigation im Armaturenbrett über Multimedia in der Nackenstütze bis zur Kamera im Rückspiegel. Das DFF (Deutsches Flachdisplay-Forum) hat kontinuierlich Prüfverfahren vorangetrieben, die Auto-Produzenten und deren Zulieferern entlang des gesamten Herstellungsprozesses einheitliche Qualifikationen der eingesetzten Displays gewährleisten. Zusammen mit seinen Mitgliedern hat das DFF „Display Measurement Specifications“ und „OEM Measurement Specifications“ ausgearbeitet und eingesetzt. Sie werden zusammen mit der „Society for Information Display (SID)“ und dem „International Committee for Display Metrology (ICDM)“ als internationale Quasi-Standards für eine weitergehende Implementierung diskutiert.

Einheitliche Prüfverfahren für Displays im Auto fehlen bisher. Das DFF hat daher als Moderator und gemeinsame Anlaufstelle Spezifikationen für Messprozeduren ausgearbeitet. Das Bild zeigt Polar-Darstellungen von Blickwinkel-Messungen.
Einheitliche Prüfverfahren für Displays im Auto fehlen bisher. Das DFF hat daher als Moderator und gemeinsame Anlaufstelle Spezifikationen für Messprozeduren ausgearbeitet. Das Bild zeigt Polar-Darstellungen von Blickwinkel-Messungen.
(Bild: Klaus Wamme)

Nachdem Mitglieder und Nichtmitglieder des DFF die Messverfahren infolge ihrer Aussagekraft bereits seit Längerem angewendet haben, werden die Quasi-Standards von SID und ICDM aufgenommen und weiter integriert. Es werden ganze Messgeräteserien und Auswerte- beziehungsweise Analyse-Software-Pakete für Display Measurement Specification produziert und international vertrieben. Die Messprozeduren waren respektive nicht standardisiert. Hersteller und Zulieferer arbeiten noch immer nach eigenen Vorstellungen. Das DFF hat daher als Moderator und gemeinsame Anlaufstelle Spezifikationen für Messprozeduren ausgearbeitet. Dazu kooperiert das Forum auch mit mehreren Tier-1-Automobilisten.

„Ziel ist es, die Prozeduren vergleichbar zu machen, da Autohersteller für ihre Zukaufteile gesonderte Displayspezifikation benötigen. Wird jedoch nicht eindeutig festgelegt, mit welcher Prozedur welcher Wert gemessen wurde, sind Angaben über die Eignung nicht verbindlich oder aussagekräftig. Damit können zahlreiche Probleme verbunden sein. Es kostet beispielsweise Zeit, um Displays gegebenenfalls anzupassen. Damit entstehen dann wiederum Kosten. Das Interesse ist entsprechend nicht nur unter unseren Mitgliedern groß, möglichst viele dieser Prozeduren entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu standardisieren“, sagt Prof. Karlheinz Blankenbach, Vorsitzender des DFF.

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