Messtechnik- und Sensorikbranche erholt sich leicht

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die Umsatzzahlen für das dritte Quartal 2020 sind für die Messtechnik- und Sensorikbranche durchaus positiv. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die AMA-Mitglieder zuvor mit einem Minus gerechnet hatten.

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Messen sind für die AMA-Mitglieder wichtig für den Austausch. Die Sensor+Test 2021 soll wieder im Mai stattfinden.
Messen sind für die AMA-Mitglieder wichtig für den Austausch. Die Sensor+Test 2021 soll wieder im Mai stattfinden.
(Bild: AMA)

Die Ergebnisse des zweiten Quartals 2020 war in der Messtechnik- und Sensorikbranche von massiven Umsatzrückgängen gekennzeichnet. Anders die Zahlen aus dem zurückliegenden dritten Quartal: Hier konnte die Branche ein leichtes Plus von einem Prozent verzeichnen.

Das ist deshalb erfreulich, weil die 450 befragten Mitglieder für das dritte Quartal noch mit einem Minus von drei Prozent gerechnet hatten. Bei den großen Unternehmen entwickeln sich die Umsätze der Zulieferer in den eigenen Industriezweig Sensorik und Messtechnik überproportional gut. Die Umsätze der Zulieferer im Maschinenbau stagnierten, die der Automobilzulieferer stabilisieren sich langsam.

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Unterbrochene Lieferketten und Kurzarbeit

Der Anteil der Unternehmen, die im dritten Quartal Kurzarbeit einführten oder beibehielten, lag bei einem Wert von 58%. Hierbei zeigen sich die Zulieferer in die Automobilindustrie, die zu 80% in Kurzarbeit sind, als besonders betroffen.

Der AMA-Verband befragte seine Mitglieder außerdem nach den pandemiebedingten Unterbrechungen der Lieferketten. Bei einem Viertel der Mitglieder wurden die Lieferketten unterbrochen und 42% dieser Mitglieder fanden keine adäquaten Ersatzlieferanten. Besonders betroffen waren die AMA-Mitglieder, die in die Automobilbranche liefern.

Maschinen- und Anlagenbau schwächelte bereits 2019

Die Sensorhersteller für den Maschinen- und Anlagenbau hatten bereits 2019 mit Verlusten zu kämpfen. Es zeigt sich, dass neben dem Maschinenbaumarkt auch die Automobilbranche schon vor der Corona-Pandemie ins Schlingern gekommen war.

Trotzdem ist für Geschäftsführer der AMA, Thomas Simmons, wieder ein „Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Durch die starken Verluste in den ersten Quartalen verlor die Branche die sehr gute Branchenentwicklung der zurückliegenden zwei bis drei Jahre“. Ob ein Umsatzplus von sechs Prozent im vierten Quartal realistisch sein wird, ist aktuell nicht vorhersehbar. Dennoch sind die AMA-Mitglieder optimistisch für das ausgehende Jahr 2020 gestimmt.

Wie sich das Jahr 2021 für die Branche entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die wichtigste Branchenmesse findet wieder im Mai statt. Sie gilt als Indikator für diei Messtechnik- und Sensorikbranche.

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