Praxistipp Messtechnik

Messgenauigkeit und Messbereiche im dynamischen AC-Messfall

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Für beide Geräte wird ein ohmscher Eingangswiderstand von 10 MOhm zugrunde gelegt. Damit ist die Auswirkung der unterschiedlichen Eingangskapazitäten auf die Gesamtimpedanz zu sehen (Bild 3). Bereits bei niedrigen Frequenzen ab 100 Hz führt das zu einem deutlichen Unterschied in der Beeinflussung des Messsignals, also des erzeugten Messfehlers.

Für unser aufgeführtes Beispiel ergibt sich damit der in Bild 4 aufgezeigte Messfehler für beide Messgeräte. Bereits bei einer Frequenz von 1 kHz ist hier ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Geräten zu erkennen. Ein Messfehler von nahezu 5 Prozent ist für die meisten Anwendungen nicht akzeptabel.

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Ergänzendes zum Thema
Das Multi Measurement Device im Überblick

In unserem Beitrag wird das Multi Measurement Device des Typs PXMe7820 erwähnt. Hier werfen wir einen kurzen Blick auf die technischen Parameter der Familie. Das Modell PXM7820e bietet 16 Bit sowie 10 MS/s. Jeweils 24 Bit bei 1 MS/s bieten die Modelle 7822 und 7824 (inklusive 16 Bit bei 40 MS/s).

Die Familie PXMe 782x vereint die Funktion eines Digitizers bis 250 V und 40 MS/s, eines digitalen Multimeters mit 24 Bit bis zu 250 V inkl. RLC, eines Timers/Counters und einer hochkonfigurierbaren Trigger-Matrix.

  • Hochspannungsbereich bis 500 Vpp,
  • Digitales Multimeter mit 24 Bit und 1 MS/s,
  • Digitizer mit 16 Bit und 40 MS/s,
  • komplett isoliertes Design,
  • Eingangs-Impedanz >> 1 GOhm,
  • Konfigurierbare Trigger-Matrix,
  • LCR-Meter und
  • Timer/Counter Engine

Als weitere Besonderheit bieten die Geräte sehr kurze Umschaltzeiten zwischen den einzelnen Betriebsarten und Messbereichen von <1 ms. Zudem ist in allen Modellen eine hoch konfigurierbare Triggermatrix integriert. Über zwei Ein-/Ausgänge an der Gerätefront und die PXI Triggerlanes auf der Backplane lassen sich weitere Geräte synchronisieren. Die Serie PXMe 782x eignet sich vor allem für Anwendungen in der Produktion.

Abschätzung mit einem Impedanz-Diagramm

Eine schnelle Abschätzung der Impedanz des Eingangskondensators über die Frequenz erfolgt mit einem Impedanz-Diagramm, das auch als HF-Tapete bekannt ist (Bild 5). Um die Impedanz bei einer bestimmten Frequenz abzuschätzen, wählt man als erstes diesen Punkt auf der x-Achse aus. Das kann beispielsweise 10 kHz sein. Im weiteren Verlauf folgt man einer gedachten Linie in y-Richtung, bis diese die Diagonale mit dem passenden Kapazitätswert mit beispielsweise 10 pF schneidet.

Projiziert man diesen Schnittpunkt in horizontaler Richtung auf die y-Achse, erhält man die gesuchte Impedanz, in unserem Beispiel einen Wert von ungefähr 1,4 MOhm. Zu beachten dabei ist die doppelt logarithmische Darstellung, welche im rechten Teil des Bildes 5 in vergrößerter Darstellung abgebildet ist. Eine niedrige Eingangskapazität ist unabdingbar, wenn präzise AC-Messungen gefordert sind. Diese kann je nach Anwendungsfall bereits bei sehr niedrigen Frequenzen eine wichtige Rolle bei der erreichbaren Genauigkeit spielen.

In den nächsten Artikeln aus der Serie werden wir auf die Auswirkungen der Messgeräte bei sogenannten High-Side-Messungen und auf den Unterschied zwischen differentieller Messung und isolierter Messtechnik eingehen. Weiterhin betrachten wir die Auswirkungen der Eingangsimpedanz bei der Aufzeichnung schneller Signale mit Oszilloskop und Digitizer.

Lesen Sie hier die erwähnten Teile

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