Phoenix Contact Messertrennklemmen pushen die Prozesstechnik

Autor / Redakteur: Birger Diekmann * / Lea Drechsel

Anwender greifen, trotz Alternativen auf Basis von Bustechnologie, immer wieder auf Reihenklemmen zurück. Was die Push-in-Technik in diesem Zusammenhang bietet, lesen Sie in folgendem Artikel.

Firmen zum Thema

Messertrennklemmen: Dank der Trennelemente, welche sich in der Mitte der Klemme befinden, können Anwender die Signalkreise einfach öffnen. Die Fehlersuche in der Prozesstechnik wird dadurch vereinfacht.
Messertrennklemmen: Dank der Trennelemente, welche sich in der Mitte der Klemme befinden, können Anwender die Signalkreise einfach öffnen. Die Fehlersuche in der Prozesstechnik wird dadurch vereinfacht.
(Bild: Phoenix Contact)

In verfahrenstechnischen Anlagen sind zahlreiche Sensoren und Aktoren installiert. Damit lassen sich die ablaufenden Prozesse direkt von der Leitwarte aus messen und entsprechend beeinflussen. Bei Inbetriebnahme, Wartung oder im Fehlerfall müssen die Signale dieser Feldgeräte vor Ort schnell und einfach abgreifbar sein oder ganz vom Regelkreis getrennt werden. Kompakt gebaute Messertrennklemmen ermöglichen eine Verdrahtung auf engstem Raum.

Bildergalerie

Obwohl heute diverse Alternativen auf Basis von Bustechnologien vorhanden sind, setzen zahlreiche Anwender nach wie vor auf Reihenklemmen. Sie übertragen die Signale der verfahrenstechnischen Prozesse aus dem Feld und rangieren in die sogenannte Marshalling-Ebene. Reihenklemmen-Systeme mit Push-in-Technologie bieten folgende Vorteile:

  • sie sind einfach zu handhaben,
  • sie sind robust,
  • sie bieten Übersichtlichkeit,
  • sowie Zuverlässigkeit.

Einfache Fehlersuche in der Prozesstechnik

Durch den Einsatz von speziellen Reihenklemmen können Anwender, dank der Trennelemente in der Mitte, die Signalkreise öffnen. Auf beiden Seiten der Trennstellen befinden sich Prüfabgriffe. Dort werden verschiedene Arten von Messgeräten unterbrechungsfrei in den Signalkreis eingekoppelt, ohne dass es zu einem Fehler in der Kontrollebene kommt.

Auf diese Weise lassen sich konventionelle Signale im Zuge der Fehlersuche ablesen oder zur Analyse per Messschreiber über längere Zeiträume dokumentieren. Sollte es zudem erforderlich sein, werden die Geräte im Feld durch Öffnen des Trennmessers permanent physisch vom Reglungskreis getrennt. Eine definierte Rastposition in der Endlage verhindert dabei zuverlässig ein selbsttätiges Zufallen des Trennelementes in die Kontaktstelle.

Hohe Signaldichte auf engem Raum

Messertrennklemmen sind außerdem als Schnittstelle zu Hart (Standard Feldbus-protokoll)-fähiger Sensorik geeignet. Durch die Verwendung eines portablen Hart-Kommunikators lassen sich zusätzliche Diag-nosedaten auslesen oder Feldgeräte neu parametrieren. Dabei muss der Zugriff auf Hart-Daten nicht direkt über die Leittechnik möglich sein.

Um die extrem hohe Anzahl an Signalen von Durchflussmessern, Stellventilen, Temperaturfühlern oder Füllstandssensoren zu vereinen und auszuwerten zu können, ist eine entsprechend hohe Anzahl trennbarer Reihenklemmen notwendig. Aus diesem Grund befinden sich in Großanlagen oft ganze Schaltschrankreihen voller Messertrennklemmen. Platzmangel stellt aber nicht nur beim Ausbau bestehender Anlagen oder im Offshore-Bereich ein Problem dar. Ebenso rückt vor dem Hintergrund der Kostenersparnis auch bei der Planung neuer Anlagen die Größe immer stärker in den Fokus.

Eine Möglichkeit, Platz zu sparen und die Anzahl der benötigten Schaltschränke und Rangierverteiler zu reduzieren, ist der Einsatz doppelstöckiger Trennklemmen. Dabei werden in einer Klemme zwei Stromkreise übereinander geführt, welche voneinander getrennt werden. Gegenüber einer einstöckigen Lösung werden auf derselben Länge der Tragschiene doppelt so viele Signale gemessen. Die zweistöckigen Klemmen des Herstellers aus Blomberg unterstützen den Anwender bei der Bedienung:

Er kann sich an den Farben orange und grün orientieren. Die Trennelemente sind jeweils einer der beiden Farben zugeordnet. Dies hilft dem Messenden stets den richtigen Regelkreis zu öffnen. Erreicht wird die farbliche Zuordnung bei der Push-in-Anschlusstechnik über die eingefärbten Drückerelemente. Bei den Klemmen mit der klassischen Schraubanschlusstechnik ist der Bedienschacht dementsprechend bedruckt.

(ID:42832241)