Softwarelösung für Datenerfassungskarten Messdaten unter Windows und Linux erfassen und analysieren

Autor / Redakteur: Oliver Rovini* / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bei der Auswahl von Datenerfassungskarten sollte neben technischen Daten und Qualitätsmerkmalen der Hardware auch die Softwareausstattung berücksichtigt werden. Treiber für Windows und Beispielprojekte für verschiedene Programmiersprachen bieten alle Hersteller. Eine einfache Software zur Signalanzeige ist meistens verfügbar. Soll die Leistungsfähigkeit der Karte ausgeschöpft, sämtliche Features genutzt oder unter Linux gearbeitet werden, so ist in der Regel eigene Programmierarbeit angesagt.

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SBench in der Version 6 unterstützt Linux und Windows gleichermaßen
SBench in der Version 6 unterstützt Linux und Windows gleichermaßen
( Archiv: Vogel Business Media )

Die hauseigene Software SBench wurde in ihrer sechsten und komplett neu entwickelten Generation vorgestellt. Sie unterstützt alle Karten der Firma, die in den letzten 10 Jahren auf den Markt gekommen sind. Damit stehen Datenerfassungskarten zwischen 100 kS/s und 1 GS/s unter SBench 6 zur Verfügung. Mit der Hardware und der Software können dabei Systeme mit bis zu 256 voll synchronen Kanälen in einem System aufgebaut werden.

In vielen Forschungsinstituten aber auch in der Industrie ist Linux für viele Anwender inzwischen eine ernstzunehmende Alternative zu Windows. In vielen Entwicklerbüros wird die Linuxunterstützung dagegen eher stiefmütterlich behandelt. Soll eine bestehende Windows-Software nach Linux portiert werden so ist ein immenser Arbeitsaufwand nötig und meistens ist die Linuxversion einige Versionsnummern hinterher.

Universelle Klassenbibliothek für Linux und Windows

Spectrum hat bei Beginn der SBench 6-Entwicklung auf eine universelle Klassenbibliothek gesetzt und erstellt gleichwertige Linux- und Windowsversionen aus einem Quelltext. Die verfügbaren Versionen sind daher immer auf dem gleichen Stand und unterscheiden sich in ihrem Funktionsumfang nicht. Der Anwender kann daher die Entscheidung zu Gunsten eines Betriebssystems völlig unabhängig von der Verfügbarkeit der Software treffen.

SBench 6 ist zur Zeit für alle Windows Versionen ab Windows 2000 bis Windows 7 sowie KDE und Gnome basierte Linuxsysteme verfügbar. Einmal installiert unterscheidet sich das Look-and-Feel der Software nur noch durch die geringfügigen Bedienunterschiede der verschiedenen Fenstermanager. Konfigurations-, Layout- sowie Datendateien sind über Betriebssystemgrenzen hinweg austauschbar.

Simple Testsoftware oder Profipaket?

In die Entwicklung und Pflege eines großen Softwarepaketes fließen viele Mannjahre an Arbeitszeit und auch nach Fertigstellung benötigt die Pflege, Erweiterung und Wartung eine große Arbeitsleistung. Die Bandbreite verfügbarer Stand-Alone-Software der verschiedenen Hersteller reicht hierbei von erweiterten LabVIEW-Beispielen bis hin zu kompletten Entwicklungsumgebungen.

Während die kleinen Pakete zwar dem Anwender zeigen, dass die Hardware prinzipiell läuft, sind hier nur die allereinfachsten Operation im Laborbetrieb direkt ausführbar. Dahingegen benötigen komplette Entwicklungsumgebungen ein hohes Maß an Einarbeitungszeit und Schulung und einiges an Entwicklerleistung durch den Anwender, bis die gewünschte Funktionalität erreicht ist.

Von der Basis- zur Professional-Version

Einen zweigleisigen Mittelweg fährt hier Spectrum mit der Software SBench 6. So ist eine Basisversion der Software kostenlos im Lieferumfang der Karten enthalten mit der alle Features der Hardware getestet und gesichtet werden können. Da diese Basisversion auf dem Professional Paket aufsetzt, ist eine konstante Weiterentwicklung und Fehlerbehebung automatisch gegeben.

Für den dauerhaften Einsatz empfiehlt sich die Professional Version mit vielen Exportfunktionen, schnellem Datenstreaming und umfangreichen Berechnungsfunktionen wie den automatischen Datenanalysen mit Erkennung von Signalzyklen und gesonderter Berechnung der Kenngrößen für jeden Zyklus. Ein Update von der mitgelieferten Basisversion auf die Professional Version ist dabei durch einfache Eingabe des Lizenzcodes möglich.

Lizenzierung auf der Messhardware

Die komplette Trennung von Daten-Engine und Darstellung ermögicht maximale Performance (Archiv: Vogel Business Media)

Eine Besonderheit ist dabei, dass die Lizenzierung auf der Messhardware selbst gespeichert wird. Die Lizenz wandert also mit der Karte mit und erlaubt so eine einfache Nutzung einer Messhardware auf verschiedenen Rechnern ohne dass eine Mehrfachlizenzierung nötig ist. In Kombination mit einer Laptop-Docking-Station hat jeder Nutzer Zugriff auf die SBench 6 Professional Version von seinem persönlichen Laptop.

Der Vorteil einer Software, die ohne historischen Ballast für eine aktuelle Hardware aus eigenem Haus entwickelt wurde, liegt in der optimalen Unterstützung der Features und der optimalen Performance. Während universelle Software einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden muss kann sich das eigenentwickelte SBench 6 die mögliche Performance der Spectrum Messhardware voll ausnutzen.

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