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Concept GLA Mercedes setzt auf Laser als Scheinwerfer

| Autor: Peter Koller

Mit dem Concept GLA zeigt Mercedes-Benz auf der „Auto Shanghai“ einen kompakten SUV der Premiumklasse. Einen völlig neuen Ansatz stellen die Scheinwerfer mit Lasertechnologie dar: Sie sorgen nicht nur für Licht auf der Straße, sondern dienen gleichzeitig als Projektoren.

Frontscheinwerfer mit integriertem Laser als Fahrlicht und Weiterführung des Head-up-Displays
Frontscheinwerfer mit integriertem Laser als Fahrlicht und Weiterführung des Head-up-Displays
(Mercedes-Benz)

"Der Concept GLA ist ein kompakter SUV, der den sportlichen Spirit mit den Allroundqualitäten eines robusten Freizeitbegleiters kombiniert", so Dr. Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb und Marketing. Besondere Mühe haben sich die Designer dabei offenbar mit dem Thema Beleuchtung gegeben.

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Die Frontscheinwerfer des Concept GLA sind mit jeweils einem Laserbeamer ausgerüstet. Diese dienen nicht nur als Fahrlicht, sondern können auch Bilder und Filme auf Leinwände oder Flächen projizieren. Als Quelle können alle Formate dienen, die über das Multimediasystem COMAND Online verwaltet werden: Bilder und Filme aus dem Smartphone, aus dem Netz oder von der Festplatte.

Alternativ wird die Action live produziert: Denn der Concept GLA besitzt zwei Kameras, die vorne in der Dachreling sitzen. Aber nicht nur 3D-Aufnahmen während der Fahrt des Concept GLA sind möglich: Die HD-Kameras lassen sich abnehmen und zum Beispiel auf einem Mountainbike-Helm befestigen. Je ein Zusatzscheinwerfer an jeder Kamera sorgt für gute Beleuchtung in allen Situationen. Alternativ zur Projektion lassen sich die Filme auch im Innenraum auf dem Bildschirm von COMAND Online betrachten.

Die Laserbeamer sind mehr als eine Fingerübung der Techniker und Designer von Mercedes-Benz. Als Fortführung des Head-Up-Displays könnten sie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen: So ließen sich mit Hilfe dieser Technologie beispielsweise die Abbiegehinweise des Navigationssystems als Pfeile auf die Fahrbahn projizieren – auch andere Verkehrsteilnehmer könnten so sehen, wohin der Fahrer will.

Die bläulich schimmernd beleuchteten Scheinwerfer des Concept GLA sind aber nicht nur wegen der Laserbeamer und ihrer sichtbaren Kühlung mit einem rotierenden Lüfter interessant. Bei der „Coming-home“-Funktion pulsiert das blaue Licht und signalisiert, dass das Fahrzeug auf seinen Fahrer wartet.

Während das Fahrlicht erstmals von einem Laser erzeugt und über eine Spiegellinse umgelenkt wird, dienen für das Tagfahrlicht in Form der charakteristischen Fackel und für die Blinker jeweils LED. Die Blinker wurden als digitales Lauflicht realisiert und sind damit eine Weiterentwicklung der „La-Ola“-wellenartigen Konstruktion beim Concept Style Coupé.

Die Heckklappe wird mitsamt der einteiligen Rückleuchten nach oben geschwenkt, dadurch werden Zusatzleuchten sichtbar, die den rückwärtigen Verkehr bei geöffneter Heckklappe warnen. Weitere Beleuchtungseinheiten beherbergt der hintere Querträger auf der Dachreling.

das Lichtdesign setzt sich im Innenraum fort: Die Armaturentafel ist mehrlagig konstruiert, Hinterleuchtung betont den Eindruck schwebender Ebenen. Die Tasten, mit denen sich COMAND Online bedienen lässt, sind technisch aufwändig gefertigt. Dazu wurde Plexiglas von hinten schwarz lackiert und die Piktogramme ebenfalls von hinten eingefräst und aufgefüllt.

Die Luftdüsen in der Instrumententafel und im Fond sind eine stilistische Weiterentwicklung. Wie beim Concept A-CLASS und beim Concept Style Coupé sind sie hinterleuchtet ausgeführt. Abhängig davon, welche Temperatur die Insassen bei der Innenraumklimatisierung wählen, ändern sie ihre Farbe. Bei 22 Grad leuchten sie weiß, wird kühlere Frischluft für den Innenraum gewählt, sind sie blau, beim Wunsch nach warmer Luft erstrahlen sie rot.

Im Gepäckraum setzt eine Ambientebeleuchtung mit Lichtleitern die lange, von der Instrumententafel bis zu den Rücksitzen durchgezogene Mittelkonsole optisch fort.

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 Peter Koller

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Redakteur