Mensch-Maschine-Schnittstelle mit lizenzfreier GUI-Software entwickeln

Redakteur: Michael Eckstein

Grafische Bedienoberflächen haben sich in praktisch allen Marktsegmenten durchgesetzt. Die auf RX65N/RX65-MCUs von Renesas abgestimmte GUI-Software von Segger soll das Entwickeln der HMI erleichtern.

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GUI günstig entwickeln: emWin steht für Entwicklungen auf Basis von RX65N/RX65-MCUs lizenzfrei zur Verfügung.
GUI günstig entwickeln: emWin steht für Entwicklungen auf Basis von RX65N/RX65-MCUs lizenzfrei zur Verfügung.
(Bild: SEGGER)

Entwickler, die eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human Machine Interface, HMI) oder ein anderes grafisches System auf Basis der Mikrocontroller (MCU) RX65N/RX651 von Renesas entwerfen, können die grafische Bedienoberfläche ab sofort lizenzfrei mithilfe der GUI-Software emWin von Embedded-Spezialist Segger programmieren. Segger stellt die emWin-Bibliotheksversion einschließlich einer umfassenden Tool-Suite kostenlos zur Verfügung.

Die Embedded-GUI-Software emWin ist lauf Anbieter kompatibel mit Single- und Multitask-Umgebungen, die ein proprietäres Betriebssystem nutzen. Sie unterstützt darüber hinaus beliebige kommerzielle Echtzeit-Betriebssystemen wie embOS von Segger. Nach Angaben des Herstellers ist embOS für einen extrem niedrigen Stromverbrauch ausgelegt und lässt sich in jeder batteriebetriebenen Applikation einsetzen. „Als De-facto-Industriestandard ist emWin in allen Marktsegmenten im Einsatz, zum Beispiel in der Industrie-, Medizin-, und Unterhaltungselektronik sowie in den Bereichen Smart Home, Haushaltsgeräte und Automobilelektronik“, erläutert Harald Schober, Direktor Marketing und Vertrieb bei Segger.

Bis WQVGA ist kein externes RAM erforderlich

Die RX65N/RX65-MCUs enthalten laut Renesas eine erweiterte RX-CPU-Core-Architektur mit 120 MHz Taktfrequenz. Damit erzielen sie eine Rechenleistung von 4,55 CoreMark pro MHz. Die MCUs verfügen über eine Trusted-Secure-IP, eine erweiterte Trusted-Flash-Funktion sowie eine HMI für Industrie- und Netzwerk-Steuerungssysteme. Laut Hersteller eignen sie sich damit besonders für den Aufbau vernetzter Geräte im Industrial Internet of Things (IIoT).

Ein Embedded-TFT-Controller und ein integrierter 2D-Grafikbeschleuniger im Verbund mit einer Fließkomma-Recheneinheit erleichtern demnach das Ansteuern von TFT-Displays in IoT-Endgeräten oder Systemsteuerungs-Anwendungen. „emWin unterstützt diese Funktionen in vollem Umfang“, bestätigt Schober. Bis zu einer Display-Auflösung von WQVGA, also 432 x 240 Bildpunkten, lässt sich nach Angaben von Renesas der 640 kB große, auf dem Chip integrierte RAM als Display-Frame-Buffer nutzen. Dies soll ein kostenoptimiertes Design ermöglichen.

„Dank der emWin-GUI-Software von Segger lassen sich HMI-Designs auf Basis unserer RX65N/RX651-MCUs ohne zusätzliche Software-Investitionen optimieren“, erklärt Tim Burgess, Senior Director, Renesas Electronics Corporation. Anwender erhielten damit die erforderliche Flexibilität, Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit, die sie für das Entwickeln innovativer IioT-Produkte benötigen würden.

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