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MEMS-Sensoren: Murata erweitert Produktion in Finnland

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

An seinem finnischen Standort hat Murata seine Produktion von MEMS-Sensoren erweitert. Gefertigt werden unter anderem Sensoren für autonome Fahrzeuge und für die Industrie.

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Traditioneller Sake-Anstich zur Eröffnung: Norio Nakajima, Senior Executive Vice President des Module Business von Murata, Takashi Murata, den japanischen Botschafter in Finnland, Yuichiro Hayata, Managing Director von Murata Electronics, Hannu Penttilä, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Vantaa und Jukka Virman, Betriebsratsvorsitzender von Murata Electronics.
Traditioneller Sake-Anstich zur Eröffnung: Norio Nakajima, Senior Executive Vice President des Module Business von Murata, Takashi Murata, den japanischen Botschafter in Finnland, Yuichiro Hayata, Managing Director von Murata Electronics, Hannu Penttilä, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Vantaa und Jukka Virman, Betriebsratsvorsitzender von Murata Electronics.
(Bild: Riku Isohella )

Im finnischen Vantaa hat das japanische Unternehmen Murata eine neue Fabrik in Betrieb genommen und hat damit die Größe seiner bestehenden Produktions- und Produktionsentwicklungs-Einheit um ein Drittel aufgestockt. Insgesamt hat Murata 42 Mio. Euro investiert und die Fabrik bietet eine Gesamtfläche von rund 16.000 m².

In der Fabrik fertigt das Unternehmen MEMS- (Micro-Electromechanical-System-)Sensoren vor allem für Sicherheitssysteme in Fahrzeugen sowie industriellen Anlagen.

Es sollen auch Sensoren für medizinische Anwendungen wie etwa Schrittmacher hergestellt werden. Zudem fertigt Murata Systeme, um die Position sowie die Sicherheit von autonomen Fahrzeugen zu erhöhen und den Fahrer mit Assistenzsystemen zu unterstützen.

Wachsender Markt für Assistenzsysteme

Yuichiro Hayata, Geschäftsführer von Murata Electronics, einem finnischen Tochterunternehmen von Murata, sieht vor allem einen wachsenden Markt für Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge. „Die MEMS-Sensoren werden für Assistenzsysteme eingesetzt, weil sie sich auch unter wechselnden Einsatzbedingungen durch eine hervorragende Messgenauigkeit und stabile Leistungsfähigkeit auszeichnen.“

Selbst beim Bau der Fabrik kam Sensortechnik zum Einsatz. Als während der Planung die Gebäudestruktur berechnet wurde, sollten störende Bodenvibrationen abgedämpft werden. Deshalb ist das Gebäude sehr steif gebaut. Denn für die Produktion hochempfindlicher MEMS-Sensoren ist das zwingend notwendig. Die Sensoren selbst produziert das Unternehmen in Reinräumen, die aufwendig belüftet werden.

Murata hatte 2012 das finnische Unternehmen VTI Technologies gekauft, das anschließend in Murata Electronics Oy umbenannt wurde. Am Standort sind Entwicklungslabore und Büros sowie einer der größten Reinräume Finnlands mit einer Gesamtfläche von etwa 33.000 m².

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