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Mehrlagige elektronische Schaltungen für den rauen Einsatz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit ihren niedrigsinternden Mehrlagen-Keramiken planen die vier Ausgründer der TU Ilmenau, komplexe Schaltungen für den rauen Industrie- und Automobileinsatz zu entwickeln.

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Siliziumchip mit einer hohen Dichte elektrischer Kontakte auf einem laser-strukturierten LTCC-Substrat.
Siliziumchip mit einer hohen Dichte elektrischer Kontakte auf einem laser-strukturierten LTCC-Substrat.
(Bild: TU Ilmenau)

Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistung und Fertigung auf dem Gebiet der mikroelektronischen Aufbau- und Verbindungstechnik und der Mikrosystemintegration. Mit der eCeramix hat sich ein Unternehmen aus dem Fachgebiet Elektrotechnologie der TU Ilmenau ausgegründet und das vierköpfige Gründerteam um den geschäftsführenden Gesellschafter Nam Gutzeit seine Geschäftstätigkeit begonnen.

Das Kerngebiet des jungen Unternehmens ist die Kombination von keramischen Substraten mit unterschiedlichen Materialien für komplexe und besonders leistungsfähige Schaltungen zu entwickeln.

Mehrlagige elektronische Schaltungen

Dabei bringen die vier Ausgründer, Michael Fischer, Prof. Jens Müller, Nam Gutzeit und Alexander Schulz, ihre langjährige Forschungserfahrung an der TU Ilmenau im Bereich der Verarbeitung von Niedertemperaturkeramiken ein, die im Vergleich zu traditionellen Leiterplattenmaterialien ganz neue Anwendungsfelder eröffnen, insbesondere im Maschinenbau, der Automobilbranche und den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Medizin und Sensorik.

Diese so genannten Low Temperature Cofired Ceramics (LTCC) – niedrigsinternden Mehrlagen-Keramiken – ermöglichen es, mehrlagige elektronische Schaltungen auch unter rauen Einsatzbedingungen zu nutzen, beispielsweise bei hohen Temperaturen und Drücken, bei Kontakt mit aggressiven Medien, starken mechanischen Beanspruchungen oder Strahlenbelastungen.

Den Gründern von eCeramix ist es ein besonderes Anliegen, nicht nur die Technologie- und Prozessentwicklung für einen Auftrag zu übernehmen, sondern vor allem gemeinsam mit den beauftragenden Firmen Ideen zu entwickeln: „Für viele Thüringer Unternehmen im Bereich der Elektronik ist eine kundenorientierte individuelle Fertigung und Entwicklung oft kaum möglich. Das liegt einerseits an der Größe der Unternehmen und teilweise nur sehr kleinen Forschungsabteilungen, oft fehlt aber auch einfach die technologische Infrastruktur. Diese Lücke möchten wir schließen“, berichtet Gründer Nam Gutzeit: „Durch unser Prinzip eines One-Stop-Shops, in dem alle Prozesse direkt vor Ort ausgeführt werden, können wir die beauftragenden Firmen intensiver betreuen und die einzelnen Prozessschritte rascher erledigen.“

Plattform aus Silizium für Sensoren

Zum Leistungsspektrum gehört die Laserstrukturierung mittels Pikosekundenlaser. Sie kommt zum Einsatz, wenn besonders hohe Ansprüche an Geometrie und Formtreue bestehen. Das ist beispielsweise bei Dünn- und Dickschichten, Keramiken, Gläsern oder Metallfolien der Fall oder wenn Schaltungen für Hochfrequenzanwendungen miniaturisiert werden sollen. Eine weitere Technik von eCeramix ist die Herstellung von Silizium-LTCC-Verbundsubstraten als Plattform für Sensoren.

eCeramix (externer Link zum Unternehmen)

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