Weniger Stromverbrauch Mehrfarbiges OLED-Mikrodisplay mit 320 x 240 Pixel

Ein mehrfarbiges OLED-Mikrodisplay haben Fraunhofer-Wissenschaftler entwickelt. Mit der Ultra-Low-Power-Mikrodisplay-Plattform war bisher nur eine monochrome Variante verfügbar.

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Mehrfarbiges OLED-Mikrodisplay: Fraunhofer-Wissenschaftler haben ein Display mit einem sehr stromsparendem Ansteuerkonzept entwickelt.
Mehrfarbiges OLED-Mikrodisplay: Fraunhofer-Wissenschaftler haben ein Display mit einem sehr stromsparendem Ansteuerkonzept entwickelt.
(Bild: Fraunhofer FEP, Claudia Jacquemin)

Im Rahmen des Projekts Backplane haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP ein mehrfarbiges OLED-Mikrodisplay mit einem geringen Stromverbrauch entwickelt.

Die bisherige „Ultra-Low-Power-Mikrodisplay-Plattform“ des Fraunhofer FEP bot ausschließlich monochrome Displays an. Für einfache Informationen in Wearables oder Datenbrillen reicht das, für viele andere Einsatzgebiete jedoch nicht. Besonders die Unterscheidbarkeit der Signalfarben rot und grün ist hier von Bedeutung.

OLED-Display mit zwei Grundfarben

Die OLED-Mikrodisplays des Fraunhofer FEP basieren auf der OLED-auf-Silizium-Technologie. Philipp Wartenberg, Abteilungsleiter IC- und Systemdesign am Fraunhofer FEP, erklärt den neuen Ansatz: „Die einzigartige Architektur der Ultra-Low-Power-OLED-Mikrodisplays des Fraunhofer FEP ermöglicht sehr stromsparende Anzeigen mit sehr einfachen, platzsparenden und damit ergonomischen Systemen.

Mit der jetzt mehrfarbigen Version in zwei Grundfarben in QVGA-Auflösung von 320 x 240 Pixel lassen sich Anwendungen über reine Anzeigen hinaus adressiert. Die Farbsubpixel der neuen Displays sind nur halb so groß wie die der einfarbigen Varianten bei gleichbleibenden optischen Eigenschaften und höherer Schaltungsdichte, also auch höheren Datenraten.“

Anwendungspartner von regional bis international

Basierend auf der schon früher zur Marktreife geführten OLED-auf-Silizium-Technik sind die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP nun noch besser in der Lage, regionale, nationale und internationale Anwendungspartner mit optimierten und kundenspezifischen Entwicklungen von CMOS Backplane-Wafern und angepassten Mikrodisplaymodulen bis hin zu optischen Systemen zu unterstützen.

Dabei stehen stets die applikations- und kundenspezifischen Anforderungen im Vordergrund – sei es zur Evaluation der Machbarkeit oder auch der Aufskalierung von einzelnen Techniken, Mikrodisplayprodukten und -systemen.

In Zusammenarbeit mit Globalfoundries Dresden, Module One und Digades forscht das Fraunhofer FEP aktuell an einer Methode für energiesparende und hochauflösende OLED-Mikrodisplays und Qualitätskameras. Ziel ist eine Ultra-Low-Power-Mikrodisplay-Backplane-Architektur in einem Deep-Submicron CMOS-Prozess, um somit den bislang überwiegenden Flächenbedarf der Speicherelemente für statische RAM (SRAM) deutlich zu vermindern.

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