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MedTech-Startup entwickelt ersten Defibrillator für unterwegs

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Das Medizin-Startup Liimtec aus Österreich hat mit dem PocketDefi einen kompakten Defibrillator im Taschenformat entwickelt. Praktisch: Er lässt sich über ein Smartphone verbinden und zeit, wo der nächste Retter ist.

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Das Medizin-Startup Liimtec aus Österreich hat mit dem PocketDefi einen kompakten Defibrillator im Taschenformat entwickelt.
Das Medizin-Startup Liimtec aus Österreich hat mit dem PocketDefi einen kompakten Defibrillator im Taschenformat entwickelt.
(Bild: Liimtec)

Jährlich sterben weltweit 17 Mio. Menschen an einem plötzlichen Herztod. Die Hälfte davon könnte mit frühzeitiger Defibrillation überleben. Das ist mit den großen und stationär aufbewahrten Defibrillatoren jedoch oft nicht möglich, da sie meist schwer zu finden sind. Aus diesem Grund hat es sich das junge Technologie-Startup Liimtec aus Österreich zur Aufgabe gemacht, eine handliche Lösung zu entwickeln. Gründer Jasper Ettema kam vor etwa 18 Monaten durch den Besuch einer Erste-Hilfe-Schulung auf die Idee und arbeitet seitdem mit einem Team von mittlerweile 10 Mitarbeitern aus den Bereichen Medizintechnik, Hardware- und Software- Entwicklung an dem Projekt.

Ein Defibrillator im Taschenformat?

Der PocketDefi ist mit einer Größe von ca. 5 cm x 8 cm x 10 cm 75 Prozent kleiner als herkömmliche Defibrillatoren und bringt 400 g auf die Waage. Ob im Rucksack, in der Handtasche, im Handschuhfach des Autos oder in der Fahrradtasche: Durch das kompakte Format ist der PocketDefi gerade für unterwegs geeignet und überall schnell zur Stelle. Auf Reisen, bei der Bergtour, am Strand und beim Roadtrip ist er ein treuer Begleiter und kann im Notfall Leben retten.

Smarter Ersthelfer ist einfach zugänglich

Der PocketDefi wird als Medizinprodukt zugelassen und erfüllt somit alle geforderten Normen für Defibrillatoren. Dabei ist er mit wenigen Handgriffen für jedermann einsatzbereit. Über eine Sprachansage wird genau erklärt, was wann zu tun ist und ob ein Schock überhaupt empfohlen wird. Der PocketDefi ist der erste seiner Art, der sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Damit werden Wartung und Instandhaltung des Geräts vereinfacht. So werden beispielsweise Software-Updates über das Smartphone auf das Gerät geladen. Über eine App lassen sich zudem multimediale Inhalte rund um das Thema Erste Hilfe abrufen. Auch eine Ortung des Gerätes wird über die Position des zugehörigen Smartphones möglich sein. So kann ohne Zeitverlust, auch von Hilfesuchenden, die keinen PocketDefi bei sich tragen, der Lebensretter gefunden oder herbeigerufen werden.

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