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Medica 2012 Medica Tech Forum beleuchtet die Trends in der Medizintechnik

| Redakteur: Stefan Liebing

Das MEDICA TECH FORUM, seit 2010 integrativer Bestandteil der weltgrößten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf, wird auch in diesem Jahr wieder mit seinem Vortragsangebot eine Bandbreite an aktuellen Medizintechnik-Themen aufgreifen, teils auch in englischer Sprache für die zahlreichen internationalen Fachbesucher.

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Auf der Medica 2012 vom 14. - 17. November gibt es wieder das Medica Tech Forum. Dort werden die Trend der Medizintechnik beleuchtet.
Auf der Medica 2012 vom 14. - 17. November gibt es wieder das Medica Tech Forum. Dort werden die Trend der Medizintechnik beleuchtet.
(Bild: Messe Düsseldorf)

Das Programmangebot in Halle 12 wurde in enger Abstimmung mit den Industrieverbänden ZVEI und SPECTARIS sowie der "MEDICA - Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin" entwickelt und bietet täglich wechselnde Schwerpunkte.

Zur MEDICA 2012 (14. – 17. November) ist beim MEDICA TECH FORUM das Programm des Auftakttages ausgerichtet auf internationale Beschaffungskonzepte und globale Wettbewerbsfähigkeit. Los geht es gleich mit einem Highlight, dem politisch geprägten Messegespräch unter der Moderationsleitung von Michael Opoczynski (ZDF) zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ mit hochrangiger Beteiligung seitens der Bundesministerien (BMBF, BMG und BMWi).

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Ernst Burghaber (Parlamentarischer Staatssekretär im BMWi/ Wirtschaft und Technologie), Thomas Ilka (Staatssekretär im BMG/ Gesundheit) und Dr. Georg Schütte (Staatssekretär im BMBF/ Bildung und Forschung) diskutieren mit den Vorsitzenden der Industrieverbände ZVEI, BVMed, VDGH und SPECTARIS über den aktuellen Status des ressortübergreifenden Strategieprozesses zur Stärkung der deutschen Medizintechnikbranche und Steigerung der Effizienz und Qualität in der Patientenversorgung.

Den Auftakt des englischsprachigen Programmteils bildet am Mittwoch das Thema Sustainable Procurement Strategies unter Federführung von Professor Dr. Hans Schweisfurth, Ärztlicher Direktor am Saudi German Hospital in Dubai. Schweisfurth, der über langjährige Erfahrungen als Chefarzt in Deutschland verfügt, vergleicht in seinem Seminar die unterschiedlichen Beschaffungsstrategien und Nachhaltigkeitskonzepte zwischen westlichen Krankenhäusern und Kliniken im mittleren Osten.

Modernes Beschaffungsmanagement

Am Donnerstag geht es im englischsprachigen Teil unter dem Titel Clinical Effectiveness and Patient Outcome: People, Processes and Technologies um den Spagat zwischen steigendem medizinischem Bedarf einerseits und begrenzten Ressourcen andererseits. Seminarleiter ist der Direktor des Zentrums für Krankenhausmanagement in Münster, Professor Dr. Dr. Wilfried von Eiff. Das Seminar identifiziert Schlüsselfaktoren für die medizinische Qualität wie etwa reibungslose klinische Prozesse, vertretbare Betriebskosten und hohe Patientenzufriedenheit.

Von Eiff wird deutlich machen, dass man den jährlichen Kostensteigerungen von durchschnittlich 4,5 % in den Krankenhäusern weder durch eine preisbewusste Einkaufspolitik noch durch Einschnitte beim Personal begegnen kann, ohne gravierende Risiken für die Patientenversorgung einzugehen. Ausgewählte Management-Tools, die sich als Lösungsansätze sowohl in der Industrie als auch in europäischen Krankenhäusern bewährt haben, werden vorgestellt. Die deutschsprachigen Vorträge beleuchten im Zusammenhang mit Innovations- und Life-Cycle-Management u. a. besonders relevante Aspekte wie Service-Verträge, Fachkräfterekrutierung oder auch den Schutz geistigen Eigentums (Stichwort: Produktpiraterie).

Herausforderung Krankenhaushygiene

Der Freitag steht ganz im Zeichen der Krankenhaushygiene. Multiresistant Pathogens: Challenges and Solutions for Clinical Microbiology, Hospital Hygiene and Patient Care heißt das englischsprachige Seminar, das von Professor Dr. Klaus Pfeffer, Direktor der Abteilung für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Universität Düsseldorf, gestaltet wird. Die zunehmende Resistenz von Mikroorganismen gegen Antibiotika stellt eine enorme Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Neue Konzepte und Lösungen für die Prävention von Krankenhausinfektionen und die Verbreitung mehrfach-resistenter Keime sind daher dringend erforderlich.

Das Seminar wird moderne Strategien für die ultraschnelle Entdeckung, die epidemiologische Überwachung und die Elimination solcher Keime in Patienten, Kliniken und Medizinprodukten vorstellen. Konkrete Ansätze für die praktische Anwendung liefern auch die deutschsprachigen Vorträge, z. B. der von Robert Schrödel, Vorstandsvorsitzender der Pioneer Medical Devices AG zur „Aufbereitung komplexer Medizinprodukte aus hygienischer und funktioneller Sicht“.

Innovationsmanagement

Am Samstag informiert das Europäische Patentamt unter Leitung seiner Direktorin für „Medical Technology“ Ir. Thérèse Schölvinck über alles, was Erfinder zum Thema Patentanmeldung und Wissensmanagement beachten müssen: Patents: What innovators in Medical Technology need to know. Die akademische Forschung interagiert zunehmend mit Partnern aus Industrie und Technologietransfer-Einrichtungen, die ein starkes Interesse an der kommerziellen Verwertung der Erfindungen und Forschungsergebnisse haben.

Gleichzeitig besteht noch ein großer Mangel an Information darüber, wie geistiges Eigentum zu schützen ist und wie die enorme Information in den Patent-Datenbanken optimal genutzt werden kann. Das Seminar gibt Forschern und Businesspartnern einen Einblick in die Welt der Patente mit besonderer Berücksichtigung des europäischen Patentsystems. Neben einer praktischen Einführung, wie man ein Patent anmeldet, wird auch die gezielte Suche in der Patent-Literatur vermittelt, wobei Patent-Klassifizierungssyteme und Datenbanken vorgestellt werden.

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