Maxim: Neue Wearable-Plattformen für Gesundheits- und Fitnessanwendungen

| Redakteur: Julia Schmidt

Der MAX-HEALTH-BAND Herzfrequenz- und Aktivitäts-Tracker soll laut Hersteller bis zu sechs Monate Entwicklungszeit ersparen, die typischerweise für den Bau und das Prototyping benötigt werden.
Der MAX-HEALTH-BAND Herzfrequenz- und Aktivitäts-Tracker soll laut Hersteller bis zu sechs Monate Entwicklungszeit ersparen, die typischerweise für den Bau und das Prototyping benötigt werden. (Bild: Maxim Integrated)

Entwickler können mit dem MAX-HEALTH-BAND von Maxim Integrated Products, Inc. Vitalparameter und Rohdaten für ihr Wearable-Design extrahieren und mit dem MAX-ECG-MONITOR EKG und Herzfrequenz überwachen.

Die Evaluierungs- und Entwicklungsplattform MAX-HEALTH-BAND, bei der es sich um einen Herzfrequenz- und Aktivitätsmonitor handelt, umfasst den optimierten optischen Pulsoximeter/Herzfrequenzsensor MAX86140, die Wearable-Power-Management-Lösung MAX20303 und die bewegungskompensierenden Algorithmen von Maxim. Die Evaluierungs- und Entwicklungsplattform MAX-ECG-MONITOR beinhaltet das extrem stromsparende, klinische Analog-Frontend (AFE) MAX30003, das EKG- und Herzfrequenzsignale überwacht. Es ist in zwei Ausführungen erhältlich: als Nasselektrodenpflaster für klinische Anwendungen und als Brustgurt für Fitnessanwendungen.

Viele Entwickler haben Schwierigkeiten, gute optische Herzfrequenzlösungen für Gesundheits- und Fitness-Wearables zu entwickeln. Das liegt in erster Linie an der komplexen und den Designprozess verlangsamenden Entwicklung von guten optischen Lösungen und bewegungskompensierenden Algorithmen. Entwickler müssen auch Kundenerwartungen wie Komfort, längere Batterielebensdauer und zuverlässige Genauigkeit berücksichtigen. Die Evaluations- und Entwicklungsplattformen MAX-HEALTH-BAND und MAX-ECG-MONITOR sollen dabei helfen diese Herausforderungen zu meistern.

Spart bis zu sechs Monate Entwicklungszeit

Der MAX-HEALTH-BAND Herzfrequenz- und Aktivitäts-Tracker etwa soll laut Hersteller bis zu sechs Monate Entwicklungszeit ersparen, die typischerweise für den Bau und das Prototyping benötigt werden. Er zeigt die Leistungsfähigkeit des Systems auf IC-Ebene und kann zur Evaluierung von AFEs und Power-Management-ICs (PMICs) verwendet werden. Er verfügt über bewegungskompensierende Algorithmen, um auf Basis von Photoplethysmographie (PPG)-Signalen nützliche Daten für Gesundheits- und Fitnessanwendungen zu gewinnen. Darüber hinaus werden für die Entwicklung von Kundenalgorithmen die Ausgangsdaten der Algorithmen und die Rohdaten der Gesundheitssensoren über Bluetooth an eine Smartphone-App übertragen. Die zur Verfügung gestellten Daten umfassen Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (heart-rate variability; HRV), Schrittzahl und Aktivitätsklassifizierung. Um eine hohe Genauigkeit zu erzielen, sammelt der Herzfrequenz- und Aktivitätsmonitor Herzschlag für Herzschlag physiologische Daten über das Herz. Im Vergleich zu Wettbewerbslösungen benötigen die Maxim-ICs im MAX-HEALTH-BAND weniger als die Hälfte der Leistung, so dass sie sieben Tage mit nur einer Batterieladung auskommen. Die ICs sind zudem etwa ein Drittel kleiner, um den Kunden einen kompakten, komfortablen Formfaktor zu bieten.

Die Verwendung eigener EKG-basierter Anwendungen und Algorithmen ist möglich

Die Evaluierungs- und Entwicklungsplattform MAX-ECG-MONITOR mit dem klinischen AFE MAX30003 analysiert Daten und erfasst EKG und Herzfrequenz genau, um Kunden wertvolle Erkenntnisse sowohl für klinische Anwendungen als auch für Fitnessanwendungen zu liefern. Sie erlaubt es Entwicklern, ihre eigenen EKG-basierten Fitness- oder Medizinanwendungen und Algorithmen zu verwenden. Der MAX-ECG-MONITOR ist Teil des Movesense-Ökosystems für biometrische und Bewegungssensor-Lösungen und verfügt über eine offene Programmierschnittstelle (API) zur Entwicklung spezifischer Anwendungen für verschiedene EKG-basierte Anwendungsfälle, die Herzfrequenzsignale in Ruhe oder bei hoher Bewegungsaktivität anzeigen.

Lassen sich ohne großen Aufwand einsetzen

„Entwickler von Überwachungsgeräten verfügen nicht immer über die Spezialkenntnisse in den Bereichen Messtechnik, visuelles und mechanisches Industriedesign, Signalverarbeitung und Algorithmenentwicklung. Auf der anderen Seite wünschen sich die Verbraucher komfortable Wearables mit langer Akkulaufzeit und verlässlicher Genauigkeit“, sagte Jussi Kaasinen, Business Development Director bei Movesense. „Vollständig hergestellte und kommerziell verfügbare Movesense-basierte Anwendungen wie der MAX-ECG-MONITOR ermöglichen den Kunden eine schnelle Markteinführung bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit und großem Komfort.“

„Mit diesen Endanwendungen, die sich ohne großen Aufwand einsetzen lassen, können Softwareunternehmen und Startups die Markteinführung ihrer Produkte erheblich beschleunigen“, erklärte Andrew Baker, Executive Director der Industrial & Healthcare Business Unit bei Maxim Integrated. „Das MAX-HEALTH-BAND zum Beispiel ist eine Komplettlösung, die es dem Kunden ermöglicht, einen Herzfrequenz- und Aktivitätsmonitor in seiner Gesamtheit zu entwerfen – entweder mit eigenen oder mit den von uns entwickelten Algorithmen.“

Verfügbarkeit und Preis

  • Das MAX-HEALTH-BAND ist für 200 US-Dollar auf der Maxim-Website erhältlich; enthalten sind Maxims bewegungskompensierende Algorithmen sowie eine Android-basierte App für eine vollständige, am Handgelenk zu tragende Aktivitäts-Tracker-Lösung; verfügbar für White-Box-Lizenzen.
  • Der MAX-ECG-MONITOR ist für 150 US-Dollar erhältlich; enthalten ist ein EKG-Modul mit Brustgurt für Fitness-Anwendungen oder mit Nasselektrodenpflaster für klinische Anwendungen; verfügbar für White-Box-Lizenzen.
Automatica 2018: Robotik-Sensorik radikal vereinfacht

Automatica 2018: Robotik-Sensorik radikal vereinfacht

18.06.18 - Dem Startup „RoVi Robot Vision“ ist es gelungen, dass Roboter die Positionen, Bewegungen und Kontaktkräfte ihrer Arme und Greifer ohne integrierte elektronische Sensoren wahrnehmen können. Das Startup will Robotern neue Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. lesen

Weiche Sensoren aus dem Tintenstrahldrucker

Weiche Sensoren aus dem Tintenstrahldrucker

21.06.18 - Gatter auf Gummibärchen: Flexible Mikroelektroden-Arrays lassen sich auf Gelatine und andere weiche Materialien drucken. Die Technik könnte die medizinische Diagnostik in hochsensiblen Bereichen vereinfachen. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45371873 / Medizinelektronik)