LED-Technik Matrix-LED-Scheinwerfer als Video-Projektoren

Mit dem Konzeptfahrzeug Audi „A6 e-tron“ hat der Autobauer nicht nur ein sportliches E-Auto entwickelt. In puncto Beleuchtung fällt das Vehikel auf. Die LED-Matrix-Scheinwerfer dienen als Projektoren für ein Videospiel.

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Strom laden und warten: An der Ladesäule können die Fahrer und Insassen ein Videospiel auf eine Wand projizieren.
Strom laden und warten: An der Ladesäule können die Fahrer und Insassen ein Videospiel auf eine Wand projizieren.
(Bild: Audi)

Neben den vielen Touchscreens in einem modernen E-Auto sind es die Lichtakzente und Lichtfunktionen, die sich dank LED-Technik umsetzen lassen. In seinem Konzeptfahrzeug des „A6 e-tron“ hat Audi die Matrix-LED-Scheinwerfer nicht nur zum Ausleuchten der Straße vorgesehen, sondern auch als Projektoren.

Das rein elektrische Vehikel präsentiert der Autobauer auf der Auto Shanghai 2021. Doch zurück zu den Scheinwerfern: Matrix-LED-Technik gibt es nicht nur bei Audi. Auch andere Hersteller verbauen die Technik in ihren Fahrzeugen.

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An den Seiten der Karosserie sind je drei kleine hochauflösend LED-Projektoren integriert, die beim Öffnen der Türen den Boden darunter zur Bühne machen: Kleine erweiterte dynamische Lichtinszenierungen begrüßen die Insassen – mit Schriftzeichen in ihrer jeweiligen Sprache. Die kleinen Projektoren können auch Warnsymbole auf den Boden projizieren. Beispielsweise, um Fahrradfahrer vor dem Öffnen der Fahrzeugtür zu warnen.

Weitere vier hochaufgelöste LED-Projektoren sind unauffällig in den Fahrzeugecken integriert. Sie dienen als Blinker. Das Design dieser Projektionen lässt sich verändern, um bei Bedarf auf die unterschiedlichen Märkte und Zulassungsräume eingehen zu können.

Kino-Qualität bei den Matrix-Scheinwerfern

Eine Besonderheit haben sich die Entwickler bei Audi allerdings auch überlegt: Die LED-Matrixscheinwerfer in der Front können bei einer Ladepause ein Videospiel auf eine Wand projizieren. Statt auf einem kleinen Bildschirm im Cockpit sehen sie die virtuellen Landschaften ihres jeweiligen Spiels großformatig auf die Wand projizieren. Dazu können die Spieler neben oder direkt vor dem Fahrzeug stehen, um das mehrere Meter breite Spiel zu sehen. Die Bedienung des Spiels selbst erfolgt über das Smartphone.

Sogar das Spiel selbst ist ein Audi-Produkt. Die Designer haben es sich für den „A6 e-tron“ concept erdacht und entwickelt.

OLED-Leuchte im Heck

Auf der Heckseite haben die Autobauer eine dreidimensionale Architektur der digitalen OLED-Elemente verbaut. Diese passt sich an die Karosserieform an. Damit ist eine dynamische Lichtinszenierung möglich, die sich den jeweiligen Kundenwünschen anpasst. Trotz der verspielten Anmutung erfüllen sowohl die Heckleuchten als auch die Frontscheinwerfer die Anforderungen ihrer Entwickler an die klassischen Funktionen des Fahrzeuglichts: sehen und gesehen werden.

Was von den lichttechnischen Funktionen auch in die Serienfahrzeuge kommt, bleibt abzuwarten.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Fachredakteur Technologietrends, Vogel Communications Group