Lieferketten

Materialwirtschaft im Gleichgewicht – was ERP-Systeme leisten können

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Leistungsfähigkeit der ERP-Systeme

Bei der der Einschätzung der Leistungsfähigkeit der ERP-Systeme ist die Streuung in den Antworten etwas höher, die Mittelwerte sind etwas weniger im Randbereich der Einschätzungsskala angesiedelt. Dennoch ist der Trend ganz klar: Bei den beiden relevanten Anforderungen, nämlich Planungssicherheit herzustellen und die Kapitalbindung zu minimieren, fühlen sich die Befragten durch die vorhandenen ERP-Systeme nur mangelhaft unterstützt.

Diskrepanz zwischen Erwartung und Performance der ERP-Systeme

Markus Renner, einer der beiden Geschäftsführer der Perzeptron GmbH, fasst die Ergebnisse der Unternehmensbefragung zusammen: „Es gibt bei den Unternehmen eine ganz deutliche Diskrepanz zwischen den Erwartungen an die ERP-Systeme und deren Performance im alltäglichen Betrieb.“ Die quantitative Auswertung der Befragung bestätigt das signifikant.

Bildergalerie

Darüberhinaus konnten im Zuge der Interviews zahlreiche qualitative Aussagen zu den Problemen der Brachen erhoben werden.

Markus Renner: „Die Elektronikindustrie hat es mit sehr komplexen Dispositionsabläufen zu tun. Kundenseitig steigen die Forderungen nach flexibler Just-intime-Lieferung, einkaufsseitig haben es die Verantwortlichen mit einem Markt großer Inhomogenität und Ineffizienz zu tun. Da verschafft man sich nicht einfach ‚im Vorübergehen‘ einen Überblick. Umso wichtiger wären Tools, die für Transparenz und schnelle Orientierung auch bei sich schnell ändernden Bedingungen sorgen. Die am Markt verfügbaren Standard-ERP-Systeme leisten dies noch nicht.“

Ausblick: Materialwirtschaft im Gleichgewicht

Sind sie also allesamt wertlos, die vielgerühmten ERP-Systeme? Andreas Koch, ebenfalls Geschäftsführer der Perzeptron GmbH, widerspricht: „Nein, das wäre der falsche Schluss aus unserer Untersuchung. Selbstverständlich sind ERP-Lösungen wie SAP und Navision wertvolle bis unersetzliche Grundlagen bei der Ressourcenplanung.

Aber sie stoßen bei branchentypischen Herausforderungen an ihre Grenzen. Unsere langjährige Beratungserfahrung zeigt, dass es möglich ist, diese Schwachstellen bspw. in Bezug auf fehlende Transparenz und Funktionalität im Bereich der Fertigungsplanung und –steuerung zu kompensieren.“

Perzeptron hat dazu mit der Software „MiG – Materialwirtschaft im Gleichgewicht“ ein eigenständiges Zusatztool entwickelt, welches an vorhandene EDV-Lösungen angebunden werden kann. Andreas Koch: „Die Interviews im Zuge unserer Unternehmensbefragung zeigen ganz deutlich die zentralen Ansatzpunkte für die optimale Materialkoordination und Fertigungssteuerung. Dazu gehören die rechtzeitige, effiziente Identifikation und Beseitigung von Fehlteilen und die Überwachung und Bewertung der Beschaffungsrisiken. Dies führt zur Steigerung der Planungssicherheit der Fertigungsdisposition und –steuerung. Unsere Lösung „MiG“ harmonisiert das Spannungsfeld zwischen Lieferfähigkeit und Kapitalbindung mit einem Minimum an Suchaufwand.“

(ID:42284077)