Verbundprojekt TOPAS 2012

Materialien und Fertigungsmaschinen für hocheffiziente Leuchtdioden

12.01.2010 | Redakteur: Hendrik Härter

Eine Lebensdauer von 10.000 Stunden rückt näher: Dr. Elmar Keßenich, Projektleiter BASF Future Business
Eine Lebensdauer von 10.000 Stunden rückt näher: Dr. Elmar Keßenich, Projektleiter BASF Future Business

Über die Förderzusage des Verbundprojektes „TOPAS 2012“ können sich BASF, OSRAM Opto Semiconductors, Philips und AIXTRON freuen. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). TOPAS steht für „tausend Lumen organische Phosphoreszenzbauelemente für Anwendungen in Licht-Systemen“.

Die Partner des Konsortiums konzentrieren sich in diesem Projekt auf die Entwicklung von Materialien und Bauteilarchitekturen sowie neuartiger Fertigungsmaschinen für Beleuchtungslösungen mit hocheffizienten organischen Leuchtdioden.

Lebensdauer von 10.000 Stunden

„Die Materialien der BASF konnten ihr Leistungsvermögen bereits in sehr effizienten Dioden mit mehreren tausend Stunden Lebensdauer und extrem hohen Quantenausbeuten unter Beweis stellen“, erklärt Dr. Elmar Keßenich, Projektleiter bei der BASF Future Business. Damit sei bereits ein großer Schritt hin zum nächsten Ziel von über eine Lebensdauer von über 10.000 Stunden getan. Das entspricht ungefähr der zehnfachen Lebensdauer einer Glühlampe. Neben hoher Effizienz und Lebensdauer ist ein hoher CRI (Color Rendering Index, >80) für exzellente Lichtqualität entscheidend. Mit dem Emitterportfolio von BASF können CRI-Werte von über 90 erreicht werden.

Grundfarbe Blau im Fokus der Forschung

Im Teilverbund Materialien arbeitet BASF mit Partnern an der Universität Bayreuth, den Technischen Universitäten Dresden und Braunschweig sowie der Universität München zusammen. Diese Weiterentwicklung der Emittermaterialien ist essentiell für Fortschritte in der OLEDTechnologie.

Im Fokus der Forschungsarbeiten steht die Entwicklung von OLEDs für die Beleuchtung der Zukunft. Benötigt werden dazu alle Grundfarben, insbesondere die auf dem Markt derzeit noch fehlenden, hocheffizienten und langzeitstabilen Blauemitter. Blaue Emitter stellen sicher, dass alle gewünschten Farbtemperaturen von kaltweiß bis warmweiß mit der OLED-Beleuchtung umsetzbar sind.

Ein Quadratmeter Leuchtfläche

Dabei bilden aufgedampfte Materialien die Qualitätsspitze der derzeitigen OLED-Technologie und stehen für lange Lebensdauer bei hoher Leuchtdichte und Effizienz. Innerhalb des Verbunds konzentriert sich OSRAM auf eine transparente OLED-Lösung mit einer Fläche von einem Quadratmeter.

Der Partner Philips strebt die Entwicklung von besonders hellen, monolitischen Systemen mit 1000 Lumen an, und AIXTRON arbeitet an Produktionsanlagen mit hochratigen Abscheidekonzepten auf Basis ihrer OVPD-Technologie. Flächige, nur wenige Mikrometer dünne OLED-Lichtquellen bieten nicht nur neue Optionen fürs Design, sondern sind auch deutlich angenehmer für den Nutzer, da sie im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Punktlichtquellen nicht blenden und weniger harte Schatten bilden.

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