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Maschinen und Menschen arbeiten und lernen zusammen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Als Google die Software Duplex vorgestellt hatte und damit zwei verschiedene Telefonate vorführte, war die Community entzückt. Reden wir künftig mit Maschinen, als ob wir mit unseren Mitmenschen reden? Können wir noch unterscheiden, ob wir es mit einer Künstlichen Intelligenz zu tun haben? Angetrieben von immer stärker werdenden, selbstlernenden Algorithmen.

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Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Künstliche Intelligenz wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine komplett ändern.“
Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Künstliche Intelligenz wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine komplett ändern.“
(Bild: VBM)

Industrieroboter interagieren bisher auch schon mit uns Menschen, doch alles sehr eingeschränkt. Sie empfangen ihre Befehle direkt über eine Schnittstelle und führen stur die ihnen übermittelte Aufgabe aus. Seine Umwelt nimmt er über viele Sensoren wahr und so schützt er sich und uns vor Gefahren. Aber mehr auch nicht.

Künstliche Intelligenz wird das in den nächsten Jahren massiv ändern. Selbstlernende Algorithmen werden von immer mehr Sensoren gefüttert und der Speicher für die riesigen Datenmengen ist beinahe unbegrenzt. Unmengen an Daten werden in die Cloud ausgelagert und damit auch die Intelligenz des Fertigungsroboters.

Ich bleibe bei dem Fertigungsroboter: Er wird seine Fähigkeiten künftig nicht mehr über ein Terminal erhalten, sondern sie sich direkt von seinem menschlichen Kollegen abschauen und mit ihm reden. Ein stetiges Lernen und Verbessern der Fähigkeiten sind dann die Folge. Nun, das mag beängstigend wirken. Nimmt er jetzt nicht nur die Arbeit weg, sondern ist er viel besser als sein menschlicher Kollege? Fakt ist, Künstliche Intelligenz verbessert die Leistung einer Maschine – und das nicht in ferner Zukunft, sondern in den nächsten Jahren.

Selbstständiges Lernen und Sprache treiben diese Entwicklung stark voran. Bei künftigen Entwicklungen müssen wir uns weniger um technische Details kümmern, sondern vielmehr ethische Grundfragen klären. Vieles wird möglich sein, doch dafür bedarf es auch eines entsprechenden Rahmens. Und diesen kann wiederum nur der Mensch festlegen. Damit künftig Mensch und Maschine zusammenarbeiten und gemeinsam lernen können.

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