Marsrover ExoMars soll mit Laser nach Leben auf dem Mars suchen

| Redakteur: Hendrik Härter

Der ExoMars Rovers mit dem MOMA-Laser wurde bei Airbus in Toulouse erfolgreich Thermal-Vakuum-Tests ausgesetzt.
Der ExoMars Rovers mit dem MOMA-Laser wurde bei Airbus in Toulouse erfolgreich Thermal-Vakuum-Tests ausgesetzt. (Bild: Airbus)

Spurensuche nach Leben: Der Marsrover ExoMars ist mit einem speziellen Laser ausgestattet, um Bodenproben auf dem Mars zu untersuchen. Doch bevor der Rover samt Laser auf den Mars fliegen kann, sind umfangreiche Tests notwendig.

Gab es Leben auf dem Mars? Dieser Frage wollen Forscher mit einem speziellen Laser nachgehen. Doch um die extremen Bedingungen auf dem Mars auch standhalten zu können, muss nicht nur der Laser problemlos funktionieren, sondern auch ExoMars-Rover Rosalind.

Dazu wurde er 18 Tage einem speziellen Thermal-Vakuum-Test ausgesetzt, um zu prüfen, ob der Rover starken Temperaturänderungen und Vakuum standhält. Getestet wurde bei Airbus im französischem Toulouse. Die Tests simulieren die Bedingungen auf dem Mars mit jeweils zwei heißen und kalten Tagen.

Laser untersucht Bodenproben

Der Laser des Laser Zentrum Hannover (LZH) ist zentraler Bestandteil des Messinstruments Mars Organic Molecule Analyser (MOMA), das mit in der Analytical Lab Drawer (ALD), der sogenannten Laborschublade, des Rovers verbaut ist. Der MOMA-Laser soll auf dem Mars Bodenproben in die Gasphase bringen, um anschließend mit einem Massenspektrometer die Probe auf ihre molekulare Zusammensetzung hin zu untersuchen.

Würde der Rover organische Moleküle finden, könnte das ein Hinweis auf vormaliges Leben auf dem Mars sein.

Start im Sommer 2020

Der Festkörperlaserkopf ist diodengepumpt und emittiert im UV-Spektralbereich mit einer Wellenlänge von 266 nm. Es ist der erste Laser mit dieser UV-Wellenlänge für den Weltraum. Er hat eine einstellbare Laserpulsenergie von bis zu 130 µJ. Das Besondere an ihm sind aber Gewicht, Größe und vor allem seine Robustheit. Mit einer Länge von circa 20 cm bringt er nur etwa 220 g auf die Waage.

Nach den erfolgreichen Tests wird der Rover als nächstes in das Landemodul des Gesamtsystems integriert. Dafür reist er in den nächsten Wochen nach Cannes. Seine letzte Station auf der Erde ist Baikonur in Kasachstan, von wo aus die ExoMars-Mission im Juli oder August 2020 starten könnte. Außerdem wird momentan das Flugersatzmodell des Lasers bei der NASA in das Flugersatzmodell des MOMA-Instruments verbaut. Mit diesen Modellen sollen mögliche Fehler auf der Erde nachgestellt und behoben werden können.

Raumsondenprojekt ExoMars

ExoMars ist ein Raumsondenprojekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos unter Beteiligung der NASA. Gefördert wird die Laserentwicklung von der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter den Förderkennzeichen 50QX1002 und 50QX1402.

Wie MOMA arbeitet (externer Link)

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Haha, wie dumm ist die Menschheit. Wahrscheinlich wäre eine einzige tote Bakterie der(!) Beweis...  lesen
posted am 15.01.2020 um 19:14 von Unregistriert


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