Suchen

Angemerkt Macht hoch die Tür, die Tor macht weit …

| Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dieses Kirchenlied von 1623 gehört heute wohl zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern. Es fordert die Menschen auf, ihre Türen und Tore zu öffnen, denn „es kommt der Herr der Herrlichkeit“. Heute nehmen immer mehr Menschen diese Aufforderung wörtlich und öffnen Türen und Tore zu ihrem Zuhause – und wundern sich dann, wenn kein „Herr der Herrlichkeit“ ihre gute Stube betritt, sondern zwielichtige Zeitgenossen.

Firmen zum Thema

Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Das Smart Home steht wie andere Systeme im Internet der Dinge vielen offen - auch Spitzbuben“
Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Das Smart Home steht wie andere Systeme im Internet der Dinge vielen offen - auch Spitzbuben“
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Das Smart Home ist derzeit voll im Trend und öffnet die heimischen Türen auch ungebetenen Gästen. Immer mehr Menschen rüsten ihre Wohnung oder ihr Haus zu einem Smart Home auf, da sie es via Smartphone kontrollieren möchten.

Es ist ja auch praktisch, wenn man via Smartphone schon mal die Heizung höher drehen, das Garagentor öffnen und das Fernsehgerät einschalten kann, wenn man auf dem Heimweg ist. Nicht zu vergessen: Kurz vor der Ankunft unbedingt Alarmanlage aus und Haustür auf.

Andererseits ist es doch auch beruhigend, wenn man von unterwegs kontrollieren kann, ob die Kochplatten wirklich aus sind, die Jalousien heruntergelassen und die Alarmanlage scharf ist. Das Dumme an der Sache ist allerdings, dass auch jeder andere via Internet die Kontrolle über ein vernetztes Heim übernehmen kann. Denn viele Geräte und Systeme im Smart Home sind nicht gegen unberechtigten Zugriff geschützt.

Und so ist es auch für Einbrecher äußerst praktisch, wenn sie via Smartphone die Alarmanlage ausschalten und die Haustür zum Objekt ihrer Begierde öffnen können. Neben Smart Homes sind allerdings auch viele andere Systeme im Internet der Dinge leicht zugänglich, von Fitnessarmbändern über Webcams und Autos bis hin zu Industrieanlagen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke daran denken, dass Sie mit jedem Geschenk, das Daten an die Cloud sendet oder ins Internet eingebunden ist, Türen und Tore für Spitzbuben öffen.

In diesem Sinne, ein frohes Weihnachtsfest!

(ID:44421397)

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.