M17 bis M40: Herstellerübergreifend steckkompatible Rundsteckverbinder

| Autor / Redakteur: Lisa Gebhard * / Kristin Rinortner

Einheitliches Design: Die neuen Rundsteckverbinder der Serie M17 bis M40 Pro bieten eine herstellerübergreifende Kompatibilität.
Einheitliches Design: Die neuen Rundsteckverbinder der Serie M17 bis M40 Pro bieten eine herstellerübergreifende Kompatibilität. (Bilder: Phoenix Contact)

Bei den Formaten M17 bis M58 gibt es bis dato keine Standards. Die aktuellen Rundsteckverbinder der Größen M17, M23 und M40 von Phoenix Contact sind jetzt sowohl zu den metrischen Standardgewinden als auch zur Schnellverriegelung „Speedtec“ von TE Connectivity kompatibel.

Anders als bei Rundsteckverbindern der Größe M5, M8 und vor allem M12 existiert bei metrischen Rundsteckverbindern der Größen M17 bis M58 keine normative Standardisierung. Mit einem neuen Rundsteckverbinderprogramm in den Baugrößen M17, M23 und M40 hat Phoenix Contact sein umfassendes Programm technisch weiterentwickelt und im Design vereinheitlicht.

Bisher unterliegen Gehäusebauformen, Kodierungen sowie die verschiedenen Polbilder zwar einem Quasi-Standard. Es gibt jedoch keine national oder international verbindlichen Normen. Die Folge: elektrische und mechanische Daten weichen von Hersteller zu Hersteller ab.

Damit haben Anlagenplaner und -betreiber die Wahl, entweder einen einzelnen Lieferanten für die gesamte Anlagenverkabelung zu spezifizieren, oder das Risiko einzugehen, dass Steckverbinder unterschiedlicher Hersteller elektrisch und mechanisch nicht aufeinander abgestimmt sind.

Auch wenn die sogenannten „mixed pairs“ am Markt keine Seltenheit sind, verbleiben doch besonders bei Kontaktüberdeckung, Stromtragfähigkeit, Dichtigkeit und Vibrationsbeständigkeit einige Restrisiken.

Statt „mixed pairs“ Kompatibilität zu allen Verkabelungslösungen

Um diese Unsicherheiten auszuräumen, haben die Spezialisten aus Herrenberg – als Zulieferer für Gerätehersteller, Maschinenbauer und Kabelkonfektionäre – ein Produktprogramm entwickelt, das sowohl zu den metrischen Standardgewinden als auch zum Schnellverriegelungssystem „Speedtec“ von TE Connectivity kompatibel ist. Damit ist herstellerübergreifend eine hohe Kompatibilität zu am Markt bestehenden Verkabelungslösungen gegeben (Bild 1).

Um die elektrischen und mechanischen Eigenschaften auch in Kombination mit Steckverbindern diverser Marktbegleiter sicherzustellen, durchlaufen die Steckverbinder der Serie M17 bis M40 Pro ein aufwändiges Testverfahren. Die Prüfungen umfassen sowohl reine Steckverbinder-Kombinationen von Phoenix Contact als auch Kombinationen mit Produkten von TE Connectivity.

Alle Prüfungen, die die allgemeine Steckverbinder-Norm IEC 61984 für die Schnittstelle von Steckverbinder zu Steckverbinder definiert, werden zweifach durchgeführt. Hierzu gehören unter anderem Schock- und Vibrationsprüfungen sowie Strombelastungstests.

Neben der elektromechanischen Sicherheit der Feld- und Geräteverkabelung spielen im Maschinen- und Anlagenbau auch die Bediensicherheit und Anschlusszeit eine zentrale Rolle. Je einfacher eine elektromechanische Steckverbindung hergestellt werden kann, desto schneller können das Werkzeug, die Maschine und die gesamte Anlage in Betrieb genommen werden.

Da Anlagenstillstände (downtimes) zu Produktionsausfällen in Millionenhöhe führen können, ist eine möglichst geringe Verkabelungszeit nicht nur bei der Inbetriebnahme wichtig, sondern auch im Wartungsfall.

Vorteile von Schnellverriegelungssystemen

Aus diesem Grund haben sich – teils mechanisch unterschiedliche – Schnellverriegelungssysteme am Markt etabliert. Ihr Vorteil gegenüber metrischen Standardgewinden ist, dass die Steckverbinder und ihre Gegenstücke schneller – mit einer kürzeren manuellen Drehbewegung – verriegelt werden. Die Produktserie ist optional ebenfalls mit einer Schnellverriegelung erhältlich.

Das neu entwickelte OneClick-Verriegelungssystem lässt keinerlei Interpretationsspielraum in Bezug auf die Verschlussposition: Schloss-Piktogramme und Pfeilmarkierungen zeigen die korrekte Steck- und Verriegelungsposition optisch an. Zusätzlich rastet der Steckverbinder spür- und hörbar in die Verriegelungsposition ein.

Diese dreifache Rückmeldung an den Anwender gewährleistet, dass die elektromechanische Verbindung auch in schwer zugänglichen oder schlecht einsehbaren Einbausituationen funktioniert (Bild 2).

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