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M12-Steckverbinder mit Push-Pull Innenverriegelung

| Redakteur: Kristin Rinortner

Der M12-Steckverbinder ist in vielen Anwendungen gesetzt. Das Format wird stetig weiterentwickelt und an neue Applikationsfelder angepasst. Eine relativ junge Entwicklung ist die Push-Pull-Innenverriegelung.

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M12-Steckverbinder: Eine aktuelle Weiterentwicklung ist die Push-Pull-Innenverriegelung.
M12-Steckverbinder: Eine aktuelle Weiterentwicklung ist die Push-Pull-Innenverriegelung.
(Bild: Yamaichi Electronics )

Der M12-Steckverbinder gehört in der Automatisierung zum Standard, aber auch in der Gerätetechnik oder Leistungselektronik wird er zunehmend verwendet. Attraktiv macht dieses Format seine Robustheit, Anschlusstechnik und Anwenderfreundlichkeit, aber auch die Standardisierung.

Eine optimierte Push-Pull-Verriegelung ist nun für M12-Steckverbinder verfügbar, so beim M12-Rundsteckverbinder Y-Circ M mit Push-Pull-Innenverriegelung. Der kabelseitige Stecker rastet von innen mit Rasthaken in die Gerätedose ein. Die langen Rasthaken verriegeln tief und garantieren so maximale Robustheit auch bei Torsionsbelastung. Durch die Innenverriegelung benötigt das Push-Pull-System den gleichen Bauraum wie ein gängiger M12-Steckverbinder mit Schraubverriegelung, was Anwendern mehr Flexibilität beim Anschließen ihrer M12-Kabel an die Geräte bietet.

Die Push-Pull-Buchsen mit Innenverriegelung können nach wie vor im Gerät versenkt montiert werden. Dank einer 100%-igen Rückwärtskompatibilität lassen sich sowohl Push-Pull-Steckverbinder als auch herkömmliche Schraubverbindungen anschließen.

Anders als beim M12-Steckverbinder mit Schraubgewinde ist kein Drehmomentschlüssel notwendig um ein sicheres Verriegeln zu gewährleisten. Der M12-Push-Pull mit Innenverriegelung gibt dazu ein haptisches und akustisches Feedback, was die Verriegelungssicherheit erhöht. Die Vorteile der Zeitersparnis beim Ver- und Entriegeln sowie in schwer erreichbaren oder nicht einsehbaren Bereichen liegen auf der Hand.

Somit stehen dem Anwender alle Vorteile der Push-Pull-Verriegelung zur Verfügung: Miniaturisierung, blindes Stecken, einfache Handhabung – alles entsprechend der standadisierten M12-Spezifikationen.

Steckverbindersystem „Made in Germany“

Yamaichi Electronics bietet ein serienreifes System, das bei marktführenden Anbietern von Automatisierungstechnik bereits eindesigned ist. Das System befindet sich momentan in der internationalen Standardisierung unter IEC CDV 61076-2-012 und man erwartet, dass sich diese Lösung als neuer Industriestandard etablieren wird.

Neben Sensor- und Aktorapplikationen sind mit der X-Kodierung des Y-Circ M auch High-Speed Datenübertragungsraten bis zu CAT6A möglich. Mittels L-Kodierung kann Leistung übertragen werden. Die kompletten Kabelkonfektionen in den Kodierungen A, B, D, X und L werden auf Wunsch auch mit UL-Label ausgeliefert.

Auf den Fertigungsstandort Deutschland und die dort zum Einsatz gebrachten Fertigungstechnologien legt das Unternehmen viel Wert. Schon im Jahr 2006 gründete man in Frankfurt an der Oder einen eigenen Produktionsstandort. Dass man dem Standort seitdem treu geblieben ist und seine Aktivitäten nun mit dem Neubau eines Produktionswerks sogar erweitert, unterstreicht die Verbundenheit mit der Region und die Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeitern.

Bild 1: M12-Steckverbinder (Stecker und Buchse) mit Push-Pull-Innenverriegelung der Reihe Y-Circ M.
Bild 1: M12-Steckverbinder (Stecker und Buchse) mit Push-Pull-Innenverriegelung der Reihe Y-Circ M.
(Bild: Yamaichi Electronics )

Die Fertigungstechnologien umfassen die Metallbearbeitung und -zerspanung wie Drehen und Fräsen, Spritzguss, Umspritzen, Widerstandschweißen, Kabelkonfektion und elektrischen Funktionstest, Baugruppenmontage und Assemblierung von High-End-Testkontaktoren und Sockeln für den Halbleitertest sowie Prüfadaptern für alle Arten von Modulkontaktierungen wie Test,
Flashen und Programmierung.

Die Produktionstechnologien und -anlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Es wird die Flexibilität zur Produktion in kleinen, mittleren und großen Serien geboten. Die interne Qualifizierung der Produkte erfolgt in hauseigenen Prüflaboren. Qualifizierung bildet einen integralen Bestandteil des Entwicklungs- und Herstellungsprozesses.

Metallische Rundstecker auch „Made in Germany“

Mit der Produktfamilie Y-Circ P bietet Yamaichi Electronics Push-Pull Rundsteckverbinder mit speziellen Vorteilen an. Die in Deutschland entwickelten und produzierten Steckverbinder sind kürzer als existierende Lösungen und zeichnen sich durch ein geringes Gewicht und spürbare Kostenvorteile aus.

Bild 2: Push-Pull-
Steckverbinder der Serie Y-Circ P.
Bild 2: Push-Pull-
Steckverbinder der Serie Y-Circ P.
(Bild: Yamaichi Electronics )

Rundsteckverbinder vom Typ Y-Circ P werden sowohl in Geräten der Mess- und Prüftechnik als auch in der Automatisierung und Robotertechnik eingesetzt. Anwendungsgebiete finden sich ebenfalls sowohl in der Medizintechnik und beim Data Networking als auch in der Halbleiterindustrie und bei Automotive-Applikationen.

Ein Alleinstellungsmerkmal bei der Serie der Push-Pull-Rundsteckverbinder ist ein optimiertes Spannzangen-Halbschalen-System (siehe Bild 2). Da die Halbschalen identisch sind, wird die Montage vereinfacht.

Assembliert bietet das System eine bessere Zugentlastung als herkömmliche Lösungen sowie eine Kraftentkopplung der Spannzange zu den Halbschalen und dem Isolierkörper. Der sichere und zuverlässige Push-Pull-Verriegelungsmechanismus garantiert, dass der Steckverbinder beim Kontaktieren mit der Buchse automatisch verriegelt und durch Ziehen nicht wieder entriegelt werden kann. Der Steckverbinder wird erst dann gelöst, wenn die Griffschale zurückgezogen wird.

Diese Bauweise garantiert auch unter harten Umgebungsbedingungen eine zuverlässige Verbindung und ermöglicht das werkzeuglose, effiziente und intuitive Stecken und Lösen der Verbindung. Gleichzeitig sorgt der intelligente Verriegelungsmechanismus für einen minimalen Platzbedarf.

https://files.vogel.de/vogelonline/vogelonline/issues/ep/2019/022.pdf Dieser Beitrag ist erschienen in der Fachzeitschrift ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 22/2019 (Download PDF)

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