Luftqualität: Keine Chance für schlechte Raumluft

| Redakteur: Hendrik Härter

Die Luftqualität iin Innenräumen lassen sich mit dem air-Q überwachen.
Die Luftqualität iin Innenräumen lassen sich mit dem air-Q überwachen. (Bild: Corant)

Ein Start-up hat schlechter Raumluft den Kampf angesagt: Auf Basis von bis zu 14 verschiedenen Parametern errechnet das Luftmessgerät air-Q die Qualität der Raumluft. Aktuell läuft eine Kampagne auf Kickstarter.

Raumluft wird allzu oft nicht der nötige Stellenwert eingeräumt, dabei umgibt sie uns sowohl im Privaten als auch an der Arbeit. Dabei ist dauerhaft schlechte Raumluft oft Grund für Krankheiten. Auch der Trend zur Urbanisierung mit dichter Bebauung und mehr Autos in den Städten verschlechtern die Raumluft. Die Qualität der Luft messen: Das hat sich das Start-up Corant zur Aufgabe gemacht.

Mit dem air-Q genannten Luftmessgerät lassen sich auf Basis von 14 Parametern ein Leistungs- und ein Gesundheitsindex errechnen. Ob alles in Ordnung ist, ist aufgrund farblich abgesetzter LEDs sofort am Gerät erkennbar. Die zugehörige, über Bluetooth Low Energy verbundene air-Q-App für Android und iOS, gibt die Details und hilft bei der Spurensuche, sollten Werte wie Feinstaub oder Kohlendioxid über den Grenzwerten liegen oder gar der Gesundheits- oder Leistungsindex in den roten Bereichen übergehen.

Das Gerät überwacht Feinstaub, Chemikalien und andere Luftschadstoffe wie Kohlenstoffdioxid, Stickoxid oder Schwefeloxid in Echtzeit. Dazu hat das Gründerteam hoch präzise Sensoren und die App entwickelt und teilweise patentieren lassen. Vergleichbar umfassende Luftanalysegeräte gibt es auf dem Markt bislang lediglich für den kommerziellen Einsatz – diese sind aber wesentlich größer und teurer. Zum Gründerteam gehören Dr. Daniel Lehmann, Mario Körösi und Alexander Stinka. Das Unternehmen entstand als Ausgründung aus dem Institut für Physik der TU Chemnitz, das sich mit neuartigen Sensortechniken befasst. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Mess- und Sensortechnik an der TU Chemnitz liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung von Atemluft- und Gasanalyse-Technologien.

Kickstarter-Kampagne

Auf der Webseite von air-Q können die Luftmessgeräte bereits vorbestellt werden und sollen ab dem 1. Dezember 2019 verfügbar sein. Es gibt zwei Varianten: Mit elf Sensoren für 339 Euro und mit 14 Sensoren für 489 Euro. Das Messgerät bietet eine WLAN-Schnittstelle und mit bei Dauerbetrieb alle 1,5 s. Zu den Standard-Sensoren gehören Sauerstoff (O2), Kohlenstoffdioxid (CO2), Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffdioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2), Ozon (O3), VOC (Flüchtige organische Substanzen | Methan, Aldehyde und andere C-Verbindungen), Feinstaub (Partikelrößen PM1, PM2.5 und PM10), Temperatur, relative sowie absolute Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Lärmpegel.

Mit Sensoren die Luftqualität im Gebäude ermitteln

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05.11.18 - Kohlendioxid, Feuchte und Temperatur: Das sind wesentliche Parameter, welche die Qualität der Raumluft definieren. Mit entsprechenden Sensor-Modulen kann der Anwender die Messdaten ermitteln. lesen

Details zum Luftmessgerät air-Q (externer Link)

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Mich würde interessieren, wie man mit einem NO2 Sensor, welcher einen max. Messbereich von 20ppm...  lesen
posted am 08.08.2019 um 18:02 von Unregistriert


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